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Volkstrauertag: Gedenken an das Ende der Leningrader Blockade vor 75 Jahren

Von   /  18. November 2019  /  Keine Kommentare

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eva.- Der diesjährige Volkstrauertag wurde von der deutschen Gemeinde und russischen Gästen mit dem traditionellen Gedenken auf den Kriegsgräbern begangen. Bei Sinjawino und Sologubowka, wo härtesten Kämpfe um den deutschen Blockadering stattfanden, wurde dieser schliesslich 1944 durchbrochen (Fotogalerie).

Begleitet vom grauen Novemberwetter, fuhren die sämtliche Teilnehmer der Trauer- und Gedenkzeremonie auf den russisch-sowjetischen Soldatenfriedhof bei Sinjawino. Vor der Kranzniederlage durch eine russische und eine deutsche Delegation, hielt man stilles Gedenken für die zehntausenden von Kriegsopfern aus den Jahren 1941-44, von denen immer noch ein grosser Teil unbestattet in den Böden der Region verschüttet sind.

Die RednerInnen, darunter die deutsche Generalkonsulin Eltje Aderhold, die Geistlichen Wjatscheslaw Charimow und Michael Schwarzkopf überbrachten ihre Friedensbotschaften. Charimow betonte die Bedeutung der Blumen, die man auf Soldatengräber in aller Welt lege. Er erwähnte insbesondere die Mohnblumen, die auf vielen Schlachtfeldern als einzige Pflanze gedeihe, weil der Boden noch jahrzehnte später vom Eisen der Kugel und Granaten und vom Kalk der Leichen übersättigt sei.

Auf dem deutschen Soldatenfriedhof, wo heute rund 55.000 Soldaten bestattet worden sind, erfolgte das die zweite Zeremonie – begleitet von einem Trommler und einem Trompeter der Bundeswehr. Anschliessend wärmte man sich an der Suppe von Wolfgang Kollmann aus der Gulaschkanone. Die Gruppe umfasste dieses Jahr rund 130 Personen, darunter zahlreiche Volontäre, die im Rahmen des Austauschprogramms der deutschen Kriegsgräberfürsorge nach Russland gekommen waren.

Bilder: Eugen von Arb/ SPB-Herold

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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