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Volkstrauertag: Carola Veit besuchte Soldatenfriedhöfe bei Petersburg

Von   /  20. November 2017  /  Keine Kommentare

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eva.- Carola Veit (SPD), Präsidentin der Hamburgischen Bürgerschaft, besuchte am diesjährigen Volkstrauertag zusammen mit der deutsch-russischen Delegation die Soldatenfriedhöfe in Sinjawino und Sologubowka (Fotogalerie).

An der traditionellen Gedenkfeier nahmen unter anderem der Abgeordnete des Petersburger Stadtparlaments Juri Gladunow (Einiges Russland) sowie die Generalkonsulin der Bundesrepublik Deutschland in Petersburg Eltje Aderhold teil. Zuerst fand eine Kranzniederlegung auf dem russischen Soldatenfriedhof bei Sinjawino statt.

Kriegsgefahr durch totalitäre Systeme

Die RednerInnen gedachten den zehntausenden jungen Männer, die im Kampf für Freiheit und Frieden umkamen. Vater Wjatscheslaw Charinow, Pfarrer an der Kirche Mariä Himmelfahrt in Sologubowka, gab zu bedenken, dass in dieser Erde auch deutsche Soldaten begraben seien und dass auch heute eine grosse Kriegsgefahr von totalitären Systemen ausgehe.

Per Bus durchfuhren die TeilnehmerInnen der Zeremonie das ehemalige Kriegsgebiet um die Sinjawino-Höhen, wo die Rote Armee von 1941 bis 1944 versuchte, den deutschen Belagerungsring um Leningrad zu durchbrechen. In Sologubowka, wo sich der grösste deutsche Soldatenfriedhof im Ausland mit bisher über 50.000 Wehrmachtssoldaten befindet, gedachte man den deutschen Opfern.

Wichtigkeit von Kontakten in schwierigen Zeiten

Sowohl Carola Veit wie auch Juri Gladunow betonten die Wichtigkeit des Kontakts zwischen den Partnerstädten Hamburg und St. Petersburg – besonders in politisch angespannten Zeiten wie heute. Veit erwähnte auch den Mut und die Weitsicht der Begründer der Städtepartnerschaft vor 60 Jahren während des Kalten Kriegs. Die Bürgerschaft Hamburg lässt jährlich einen Kranz auf den beiden Friedhöfen niederlegen.

Michael Schwarzkopf, Pfarrer an der Petrikirche in St. Petersburg, sprach das Gebet für die Toten. Nach dem Abspielen von „Ich hatte einen Kameraden“ und einer warmen Zwischenverpflegung aus der Gulaschkanone hatten die Besucher die Gelegenheit, das Museum im Kellergeschoss zu besichtigen, wo sich während des Kriegs ein deutsches Lazarett befand. Neben der Ausstellung sind dort auch die Namensbücher mit allen an in Russland umgekommenen und vermissten deutschen Soldaten zugänglich.

Bilder: Eugen von Arb/ SPB-Herold

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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