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Viktor Wechselberg eröffnet Faberge-Museum in Petersburg

Von   /  20. November 2013  /  Keine Kommentare

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TOPTICKER.- Im Narischkin-Schuwalow-Palast am Fontanka-Kanal wurde das Petersburger Fabergé-Museum eröffnet. Die Stadt wurde um eine wichtige Attraktion reicher, zugleich wurde ihr ein Stück eigener Geschichte aus den Jahren vor der Oktoberrevolution zurückgegeben.


Die Einweihungsfeier war mit einer ganzen Reihe prominenter Köpfe bestückt: Der Oligarch Viktor Wechselberg, Russlands Kulturminister Wladimir Medinsky, der Petersburger Vizegouverneur Wassiliy Kidschedschi, sowie die Verantwortliche der Fabergé-Sammlung im Kreml Tatiana Muntjan und der Direktor des neuen Museums Wladimir Worontschenko traten vor die Presse.

Matwijenko lobbierte in Moskau für Petersburg

Von allen war wohl Viktor Wechselberg der wichtigste, denn aus seinem Besitz stammt der grösste Teil der Museumssammlung. 2004 hatte er mit dem Kauf der Forbes-Sammlung der Fabergé-Eier für rund 120 Millionen Dollar für weltweites Aufsehen gesorgt. Schon damals hatte er angekündigt, er wolle die Kunstwerke in ihre Heimat zurückbringen.

Offenbar schien es aber nicht so einfach zu sein, einen richtigen Standort für das Museum zu finden. So gestand Wechselberg an der Pressekonferenz ein, er habe bisweilen nicht mehr daran geglaubt, dass er sein Vorhaben verwirklichen könne. Vor dem Petersburger Palast waren noch andere Lokalitäten in Moskau im Gespräch. Dass die Eier schliesslich in ihre „Heimatstadt“ Petersburg zurückkehrten, ist auch ein Verdienst der früheren Petersburger Gouverneurin Valentina Matwijenko, die seit 2011 als Vorsitzende des Föderationsrates in Moskau amtet.

Eier nach Revolution in alle Welt zerstreut

Der deutsch-baltische Juwelier Carl Peter Fabergé (1846-1920) hatte in seiner Petersburger Werkstatt in den Jahren 1885 bis 1917 rund 50 Eier aus kostbarsten Metallen und Edelsteinen hergestellt. Jedes Ei wurde einem bestimmten Motiv oder einem historischen Ereignis gewidmet – eine ganze Reihe wurde von der russischen Zarenfamilie angekauft. Durch die Revolution wurde der Juwelier Fabergé zur Emigration nach Genf gezwungen. Seine kostbaren Eier wurden in alle Welt zerstreut, und bis heute ist lediglich der Verbleib von 43 Exemplaren bekannt.

Durch das neue Museum bekommt St. Petersburg ein Stück seiner glanzvollen Geschichte zurück – gleichzeitig wird die Stadt um eine wichtige Touristenattraktion reicher, die mindestens ebenso viel Prestige besitzt wie zum Beispiel das Bernstein-Zimmer im Katharinen-Palast in Puschkin.

Auf einen Schlag wurde damit noch ein weiteres Problem gelöst – der relativ heruntergekommene Narischkin-Schuwalow-Palast erhielt dank der Museumsgründung die dringend benötigte Sanierung. Das Museum soll im Dezember für die Öffentlichkeit geöffnet werden. Die konkreten Eintrittspreise wurden nicht genannt, doch sollen sie sich im erschwinglichen Rahmen bewegen und Vergünstigungen für Kinder, Studenten und Rentner bieten.

Bild: Ria Novosti/ Elena Moltschnowa

www.rian.ru

www.fontanka.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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