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Vier Museums-Katzen werden Opfer von Brand in Eremitage

Von   /  11. September 2017  /  Keine Kommentare

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eva.- Am 8. September kam es im Untergeschoss des Winterpalastes zu einem Schwelbrand mit starker Rauchentwicklung. Dabei wurden drei Eremitage-Katzen verletzt – eine vierte erlag trotz Behandlung der Rauchvergiftung.

Das Feuer wurde entweder durch einen Kurzschluss oder eine weggeworfene Zigarettenkippe ausgelöst, schreibt Fontanka. Insgesamt waren vierzig Löschfahrzeuge und 120 Feuerwehrleute im Einsatz. Menschen kamen keine zu Schaden, doch wurden vier der vierbeinigen „Museumswächter“ verletzt.

Während sich drei Katzen dank der intensiven Behandlung durch Veterinäre im Sauerstoffzelt relativ rasch erholten, kam für „Dusja“ jede Hilfe zu spät. Nach einer kurzen Phase der Besserung starb die Katze wegen einer Schädigung des Nervensystems durch den Rauch.

Katzen-Show mit „Leningrad“ Leader verschoben

Wegen des Feuers wurde die Katzen-Show mit dem Leader der bekannten Band „Leningrad“ Segei Schnurow verschoben. Während die Dreharbeiten mit den Katzen in den Kunst-Depots stattfinden konnten, wurden die Aufnahmen in den Kellern des Palasts durch den Brand verunmöglicht.

Der Legende nach liess Katharina die Grosse im 18. Jahrhundert Katzen in den Palast holen, damit diese ihre Kunstwerke vor Ratten und Mäusen schützten. Diese Tradition hat sich bis heute gehalten – nur während der Hungerjahre der Leningrader Blockade 1941-44 wurden der ganze Katzenbestand ausgerotte. Heute feiert die Eremitage einmal jährlich den „Tag der Märzkatze“.

Bild: Eugen von Arb/ SPB-Herold

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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