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Vier komprimitierende Bilder aus dem Petersburger „Museum der Macht“ beschlagnahmt

Von   /  27. August 2013  /  Keine Kommentare

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TOPTICKER.- Nach einer Durchsuchung im „Museum der Macht“ am Newski Prospekt nahm die Polizei vier Gemälde mit Porträts bekannter russischer Politiker zur Überprüfung mit. Die unbequemen Kunstwerke sollen während des G-20-Gipfels nicht gezeigt werden.

Am Abend des 26. August stand die Polizei vor der Tür des jungen Museums an der Adresse Newski Prospekt 20 und führte eine Hausdurchsuchung durch. Im Endergebnis trugen die Beamte vier grossformatige Werke mit „politischem Inhalt“ auf das 78. Polizeirevier. Laut dem Museumsbesitzer Alexander Donskoi handelt es sich um die folgenden Werke: der „Regenbogen-Milonow“, ein regenbogenfarbiges Porträt des populistischen Petersburger Abgeordneten und Autor des Verbots von „Homosexuellenpropaganda“ Vitali Milonow.

Ausserdem verschwanden das Bild „Travesti“, das Präsident Putin und Ministerpräsident Medwedew in Unterwäsche zeigt, sowie der Trypthichon „Die erotischen Träume der Abgeordneten Misulina“ und „Von der Beichte“ mit dem Patriarchen Kyrill als Sujet. Die Leiterin des Museum Tatiana Titowa, die man während der siebenstündigen Durchsuchung trotz fehlendem Haftbefehl nicht aus dem Museum gelassen hatte, sowie der Hausbesitzer wurden auf die Wache mitgenommen.

Laut Donskoi habe ihm die Polizei erklärt, das Museum könne die Bilder während des kommenden G-20-Gipfels nicht ausstellen – das, obwohl er die Miete schon zwei Monate im voraus bezahlt hat. Donskoi ist verreist, wird aber demnächst nach Petersburg zurückkommen, so wie auch der Autor der beschlagnahmten Bilder Konstantin Altunin. Er will sicherstellen, dass die beschlagnahmen Werke nicht beschädigt werden.

Bild: www.vlastmuseum.ru

www.fontanka.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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