Laden...
Sie sind hier:  Home  >  Aktuell  >  Aktuelle Artikel

Vertrauen der russischen Bevölkerung in die Polizei laut Umfrage gestiegen

Von   /  13. November 2014  /  Keine Kommentare

    Drucken       Email

TOPTICKER.- Einer Umfrage des Moskauer Meinungsforschungsinstituts „Levada-Zentr“ haben die Russinnen und Russen heute deutlich mehr Vertrauen in die Polizei und ihre Arbeit. Experten bezweifeln jedoch, dass sich diese wirklich positiv verändert hat.

Wie der Kommersant schreibt, haben sich vier Jahre nach der Polizeireform 6,2 Prozent der Bevölkerung als „eindeutig zufrieden“ und 39,7 Prozent als „eher zufrieden“ bezeichnet. Eher unzufrieden sind 28,7 Prozent und unzufrieden 9,4 Prozent.

2010 hatten lediglich 4,4 Prozent die Arbeit der Polizei mit „zufriedenstellend“ bewertet und 18,9 Prozent mit „eindeutig unbefriedigend“. 2010 schenkten 18,3 Prozent der Bevölkerung der Polizei kein Vertrauen, dieses Jahr hingegen nur noch 8 Prozent“. Achtung gegenüber Polizisten zeigten dieses Jahr 24 Prozent der Leute, davor waren es hingegen nur 15,4 Prozent gewesen.

Experten: Ein Erfolg der Image-Pflege

Glaubt man den Zahlen, so verzeichnet die russische Polizei nach der von Präsident Medwedew eingeleiteten Reform der Ordnungskräfte einen starken Zuwachs an Beliebtheit. Experten und Menschenrechtler sind jedoch überzeugt, dass die positivere Bewertung nicht mit einer wirklichen Verbesserung der Polizeiarbeit zusammenhängt, sondern lediglich mit einer verstärkten Öffentlichkeitsarbeit und Imagepflege der Sicherheitsorgane.

Viele Polizeiabteilungen verfügen heute über einen eigenen Pressedienst und Webseiten, die den Anschein von mehr Transparenz und Effizienz vermitteln. Laut dem Inspektor des Komitees gegen Folter Dmitri Piskunow sieht die Wahrheit jedoch ganz anders aus, denn die Klagen wegen Dienstvergehen von Polizeibeamten haben seit 2010 nicht im geringsten abgenommen.

2010 war die sowjetische Bezeichnung „Milizia“ (Miliz) in „Polizia“ umgewandelt worden, und der ganze Mannschaftsbestand neu uniformiert worden. Dabei mussten sämtliche russischen Polizistinnen und Polizisten eine Neuattestierung durchlaufen, um weiter arbeiten zu können. Das Verfahren wurde jedoch von vielen als formal, oberflächlich und unzureichend zur Qualitätssteigerung kritisiert.

Bild: Eugen von Arb/ SPB-Herold

www.newsru.com

Weitere Neuigkeiten finden Sie auf unserem Nachrichtenticker >>>

Weitere Artikel zu diesem Thema:

“Volkspolizist” Dymowsky will mit “Bürger-Picknicks” gegen illegale Landaneignung protestieren

[the_ad_placement id=\“single\“]

    Drucken       Email

Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Das könnte Sie auch interessieren...

MAKSA – expressive Kunstbrückenbauerin zwischen Hamburg und Petersburg

mehr…