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Verschrottungsprämie – Lada fährt allen davon

Von   /  16. Dezember 2010  /  Keine Kommentare

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eva.- Vom staatlichen Verschrottungsprogramm haben vor allem die russischen Autohersteller profitiert, schreibt Fontanka.ru. Zwar wurden im Ergebnis nur die Hälfte der möglichen 40.000 Verschrottungs-Zertifikate in Anspruch genommen, doch schon dies ist ein Erfolg – die Autohändler sprechen von bis zu 60 Prozent mehr Kunden dank dem Programm.


Die seit vergangenem März laufende Aktion bot jedem Besitzer eines mindestens zehn Jahre alten Autos die Möglichkeit, ihn zu verschrotten und einen Neuwagen mit einer Vergünstigung von 50.000 Rubel (rund 1.100 Euro) zu kaufen. Obschon die Auswahl der zugelassenen Neuwagen gross war, entschieden sich weitaus die meisten für einen Lada.

53 Prozent verwendeten ihr Zertifikat für einen Lada, deutlich weniger Verkäufe konnte Renault mit 15 Prozent verbuchen. Auf dem nächsten Platz landeten Skoda mit 10 Prozent, Ford mit 6,3 Prozent und Chevrolet mit 2 Prozent.

Raritäten unter den „Schrottvehikeln“

Laut dem Leiter von “Piterlada” Valeri Scheromow gaben in erster Linie Pensionäre ihre alten Autos in die Schrottpresse – das, obschon sie ihre Wagen über Jahrzehnte gepflegt hatten und sehr an ihnen hingen. Darum habe man ihnen jeweils das Schutzblech abmontiert und als Andenken überlassen.

Manche “Schrottwagen” erwiesen sich als wahre Raritäten, so zum Beispiel eine 21er Wolga oder einen bereits antiken Alfa Romeo. Sie entgingen der Vernichtung und wurden von Oldtimer-Klubs übernommen. Gekauft wurden vor allem die klassischen Lada-Modelle, aber auch die Modelle “Samara”, “Priora” und der neue “Kalina” liefen gut.

Die Aktion wird im kommenden Jahr weiter geführt – dafür stellt die russische Regierung 13 Milliarden Rubel bereit, 2010 waren es 11 Milliarden. Welches Kontingent an Zertifikaten Petersburg erhält, ist noch nicht bekannt.

Weitere Artikel zu diesem Thema:

Verschrottungsaktion in Petersburg angelaufen – mit mässigem Andrang

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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