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Verschärfte Sicherheitskontrollen auf dem Flughafen Pulkowo nach Attentat in Moskau

Von   /  24. Januar 2011  /  1 Kommentar

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eva./rian.- Kurze Zeit nach dem Bombenattentat auf dem Moskauer Flughafen Domodjedowo, bei dem 35 Personen getötet worden sind, hat der Petersburger Flughafen Pulkowo seine Kontrollen verschärft. Die Zutrittskontrollen zu den Terminals mit Metalldetektoren und Gepäckscannern, die zuvor ausgesetzt worden waren, wurden wieder eingeführt.

Laut einem Korrespondenten des Fernsehkanals “100” wurden die Gepäckabteilungen mit Spürhunden abgesucht. Die Flüge von und nach Pulkowo konnten, abgesehen von leichten Verspätungen planmässig abgewickelt werden. So wie die Moskauer Flughäfen Vnukowo und Scheremetjewo steht auch Pulkowo als Ausweichflugplatz bereit.

Staatspräsident Dmitri Medwedew hat mittlerweile besondere Sicherheitsregimes für alle Flughäfen und wichtigen Verkehrsknotenpunkte des Landes angeordnet. Seine Abreise zum Weltwirtschaftsforum im schweizerischen Davos wurde verschoben.

Medwedew verschiebt Flug nach Davos

Medwedew sollte am morgigen Dienstag nach Davos abfliegen. Bei der Eröffnung des Forums am 26. Januar soll Medwedew als Hauptreferent zum Wort kommen. Auch stehen auf seinem Aufenthaltsprogramm bilaterale Gespräche mit europäischen Spitzenpolitikern.

Unterdessen behaupten die Sicherheitskräfte, dass sie den Kopf des mutmaßlichen Attentäters gefunden hätten. Er hatte heute abend eine fünf Kilogramm TNT starke Bombe gezündet und 34 Menschen mit in den Tod gerissen. Es gab auch rund 150 Verletzte, darunter 35 Schwerverletzte.

Bombe war mit Metallteilen gespickt

Die Bombe detonierte im zweiten Stockwerk in einem Wartesaal. Wie ein RIA-Novosti-Korrespondent vor Ort berichtete, liegen auf dem blutverschmierten Fußboden noch 17 Leichen. Die Fenster sind eingedrückt, überall liegen umgeworfene Gepäckwagen und persönliche Dinge der Toten. Die Bombe war mit Metallteilen gespickt. Davon zeugt die hohe Zahl der Menschen mit Splitterverletzungen. Blut ist auch an den Wänden und auf Treppen zu sehen.

Bild: Eugen von Arb/ SPB-Herold

www.rian.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

1 Kommentar

  1. Der Terrorakt von Dommodedovo hat tatsaechlich Bemuehungen zunichte gemacht, den Flughafen nach internationaler Best Practice kundenfreundlicher zu machen. Anstelle im Terminal, stauen sich die Menschen jetzt aufgrund der aktuellen “Anordnungslage” leider ausserhalb.

    Das Management des Flughafens hat, unmittelbar nach der staatlich verordneten Verschaerfung der Sicherheitsmassnahmen, die Bestellung von weiteren Roentgenkontrollgeraeten und Torbogensonden eingeleitet. Die ersten Lieferungen werden bis Ende Maerz, weitere bis Ende Mai eintreffen und schnellstmoeglich installiert werden.

    Gleichzeitig wurden in den letzten Monaten auch innerhalb des Terminals Massnahmen entwickelt, um die Wartezeiten zu vermindern. Im Terminal 1 wird die Anzahl der Kontrollstellen verdoppelt. Die Zollverfahren wurden deutlich vereinfacht.
    Im Terminal 2 wird die heutige Kontrolllinie vor dem Checkin durch Gepaeckkontrollanlagen im Checkin Bereich ersetzt. Fuer die Vorfeldabfertigung werden neue Treppen und Busse beschafft.

    Ein intelligentes Slotmanagement, das die Kapazitaet des Fughafen erstmals gepaart mit einer akzeptabler Servicequalitaet in Betracht zieht, wurde erstmals fuer en Sommerflugplan 2011 eingefuehrt und auf unserer Homepage transparent dargestellt. Der Grundstein fuer den Sommerverkehr ist damit gelegt.

    Die Investitionen in die alte Infrastruktur und in Geraete fuer 2010 und 2011 sind in einem zweistelligen Millionen Euro- Bereich angesiedelt. Wir gehen davon aus, dass trotz aller Widrigkeiten, der naechste Sommer akzeptable Bedingungen fuer unsere Gaeste bieten wird.

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