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Verhandlungen über russisch-französischen Mistral-Deal ins Stocken geraten

Von   /  19. April 2011  /  Keine Kommentare

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eva.- Bei den Verhandlungen über den Kauf von französischen Hubschrauberträgern des Typs Mistral sind laut dem Chef der russischen Staatsholding „Rostechnologii“, Sergej Tschemesow, Probleme aufgetreten, die mit der Übergabe von Technologien zusammenhängen.


Wie Tschemesow am Freitag vor Journalisten sagte, war zuvor auf der Präsidentenebene vereinbart worden, dass der Preis sowohl das Schiff als auch die Technologien beinhalten soll. Aber später, auf der Ebene der unmittelbaren Verhandlungspartner, seien die Verhandlungen ins Stocken geraten.

Zuvor am selben Tag hat RIA Novosti von einer Quelle beim russischen Rüstungskomplex erfahren, dass die entscheidende Verhandlungsrunde zwischen den Vertretern von Russland und Frankreich am 20. April stattfinden soll. Tschemesow hat diese Information bisher nicht bestätigt.

Die russische Schiffbauholding OSK (United Ship Building Company/USBC) und die französische Marine-Werft DCNS (Direction des Constructions Navales, Systemes et Services) hatten Ende Dezember 2010 ein Konsortium gegründet und angekündigt, zwei Schiffe der Mistral-Klasse in Saint-Nazaire (Frankreich) und zwei weitere in Russland in Lizenz zu bauen.

Ein entsprechendes Regierungsabkommen wurde am 25. Januar in Saint-Nazaire unterzeichnet. Das Dokument beinhaltet weder Termine noch Kosten. Diese Angaben sollten in einem weiteren Abkommen enthalten sein, welches das russische Waffenexportunternehmen Rosoboronexport und DCNS im April 2011 unterzeichnen sollten.

Der Hubschrauber „Mistral“ mit einer Wasserverdrängung von 21 000 Tonnen ist 210 Meter lang und 30 Meter breit. Das Schiff entwickelt eine Geschwindigkeit von mehr als 18 Knoten und hat eine Reichweite von bis zu 20 000 Meilen. Das Schiff ist für eine 160-köpfige Mannschaft ausgelegt und kann außerdem bis zu 450 Menschen sowie 16 Hubschrauber an Bord nehmen.

 

 

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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