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Urlaubsflieger auf dem Weg von Sharm el Sheikh nach St. Petersburg abgestürzt

Von   /  31. Oktober 2015  /  Keine Kommentare

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eva.- Ein Charterflugzeug der russischen Fluggesellschaft Kogalymavia (Metrojet) ist mit 224 Touristen auf dem Flug vom Badeort Sharm el Sheikh nach St. Petersburg auf der Sinai-Halbinsel abgestürzt. Der grösste Teil der Opfer stammt aus Russland, es sollen jedoch auch ukrainische drei Staatsangehörige und eine Person aus Weissrussland darunter sein.


Die Airbus A321-231 befand sich auf rund 9000 Metern als die Crew technische Probleme meldete und darum bat, die Flugroute zu ändern. Darauf brach der Kontakt ab, und die Maschine verschwand von den Radarschirmen.  Obschon sich die Absturzstelle im schwer zugänglichen Grenzgebiet zwischen Ägypten und Israel befindet, waren die Hilfskräfte bereits nach kurzer Zeit mit einem Konvoi aus 45 Fahrzeugen zur Stelle. Die ägyptische Luftwaffe hatte zuvor das abgestürzte Flugzeug geortet.

Obwohl zuerst gemeldet wurde, dass unter den Trümmern des völlig zerstörten Fliegers Menschenstimmen gehört worden seien, sind alle Insassen umgekommen – sieben Besatzungsmitglieder, 193 Erwachsene und 24 Kinder. Unterdessen wurden die Angehörigen und Freunde der Opfer am Flughafen Pulkowo von Betreuern empfangen und orientiert. Der Tourismusverband veröffentlichte die Liste der Passagiere. Unter ihnen befand sich der stellvertretende Leiter der Stadtverwaltung von Pskow. Der russische Katastrophenschutz bildete einen Hilfsstab, und die Regierung bildete eine Untersuchungskomission und ordnete für den 1. November Staatstrauer an.

Ältestes Flugzeug im Park von Kogalymavia (Metrojet)

Das abgestürzte Flugzeug befand sich seit 18 Jahren bei verschiedenen Airlines im Dienst und gilt mit bisher zwei Abstürzen bei rund 1000 Exemplaren als sicher. Die Absturzursache ist noch unbekannt, bisher wird von technischen Problemen ausgegangen. Nach unbestätigten Meldungen wurden vor dem Start Triebwerkprobleme gemeldet. Auch sollen Beduinen, die den Absturz beobachtet haben, ein brennendes Triebwerk gesehen haben.

Der Airbus war das älteste Flugzeug im Park der Kogalymavia, die 1993 mit zwei Maschinen unter dem Namen „Kolavia“ gegründet worden war. Das staatliche Ermittlungskomitee (SKR) hat eine Untersuchung dieses bisher schlimmsten Flugzeugunglücks in der jüngeren Geschichte Russlands eingeleitet.

Bild: Wikimedia Commons

www.newsru.com

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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