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Umfrage: Die meisten Russen haben Hang zu altkommunistischen Symbolen

Von   /  23. Dezember 2008  /  Keine Kommentare

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rian.- Die Mehrheit der russischen Bürger (65 Prozent) halten es für notwendig, die alten kommunistischen Symbole, darunter Straßen- und Platznamen, Denkmäler sowie die Abbildungen von Hammer und Sichel als Teil der Geschichte zu bewahren.  Davon zeugt eine Umfrage, deren Ergebnisse das staatliche russische Meinungsforschungszentrum (WZIOM) am Montag veröffentlicht hat.

20 Prozent der Befragten sind der Ansicht, dass die kommunistischen Symbole ein Überbleibsel der Vergangenheit seien und abgeschafft werden müssten. Weitere fünf Prozent befürworten die Wiederherstellung solcher Symbole. Zehn Prozent der Befragten haben sich keine Meinung dazu gebildet.

„Geeintes Russland“ mehrheitlich für Beseitigung sowjetische Symbole

Die Anhänger der Partei „Gerechtes Russland“ und die Befragten über 45 Jahre neigen dazu, die kommunistischen Symbole zu erhalten (81 Prozent bzw. 71 bis 73 Prozent). Mit ihnen stimmen die Befragten mit Grund- und Mittelschulabschluss (74 Prozent) überein.

Unter den Befürwortern der Abschaffung der kommunistischen Symbole befinden sich vorwiegend Anhänger der Partei „Geeintes Russland“ und der LDPR (je 22 Prozent) sowie Jugendliche im Alter von 18 bis 24 Jahren (35 Prozent).

Nur wenige für Wiederumbenennung

Mehr als die Hälfte der russischen Bürger (59 Prozent) möchten, dass die Straßen und Plätze, die nach kommunistischen Staats- und Parteileuten benannt worden waren, auch weiterhin ihre Namen als Teil der Geschichte des Staates tragen.

Weitere vier Prozent sind der Ansicht, dass den Straßen und Plätzen, die ihre historischen Namen zurückerhalten hatten, wieder ihre kommunistischen Bezeichnungen verliehen werden müssten. Zwölf Prozent haben keine klare Meinung dazu.

Der Wunsch, die Namen der nach kommunistischen Funktionären benannten Straßen und Plätze zu erhalten, ist vor allem für die Bevölkerung größerer und mittlerer Städte sowie von Dörfern (63 bis 65 Prozent) wie auch für die Befragten mit Mittel- und Fachschulabschluss (60-62 Prozent) typisch.

Mehr als die Hälfte will keine Denkmäler von Sowjetgrössen mehr beseitigen

Die Einwohner von Moskau und Sankt Petersburg mit Hochschulbildung (darunter mit nicht abgeschlossener) sprechen eher von der Notwendigkeit, alte historische Namen wieder herzustellen (42 bzw. 30 Prozent).

Nach Meinung von 60 Prozent der Befragten dürfen keine Denkmäler für kommunistische Funktionäre abgerissen werden. Laut weiteren zwölf Prozent müssten solche Denkmäler an andere Orte verlegt werden. Acht Prozent sind dafür, solche Denkmäler abzutragen. 14 Prozent haben keine klare Antwort dazu geben können.

Die Umfrage war am 8. und 9. November 2008 in 140 Ortschaften von 42 Gebieten, Regionen und Teilrepubliken Russlands durchgeführt worden. Daran nahmen 1600 Menschen teil. Der statistische Fehler liegt unter 3,4 Prozent.

www.rian.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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