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Umfrage: 2015 Verschlechterung des Geschäftsklimas in Russland

Von   /  24. März 2016  /  Keine Kommentare

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eva.- In einer Umfrage, die die Vereinigung der Industriellen und Unternehmer (RSPP) gemeinsam mit der Agentur FleishmanHillard Vanguard durchgeführt hat, konstatierte eine Mehrheit der ausländische WirtschaftsvertreterInnen für 2015 eine Verschlechterung des Wirtschaftsklimas in Russland.

In der Umfrage „Bewertung der Geschäftswelt Russlands durch das ausländische Business“ stellen insgesamt 77 Prozent der befragten ausländischen Geschäftsleute eine Verschlechterung des Geschäftsklimas für 2015 in Russland fest. Davon gaben 53 Prozent eine deutliche Verschlechterung an, 24 Prozent stellen eine unwesentliche Verschlechterung fest. Nur 17 Prozent bemerkten keine Veränderung. Im Vorjahr hatte der Anteil jener, die eine wesentliche Verschlechterung festgestellt hatten, 55 Prozent betragen.

Teurere Preise und Tarife, zu wenig Fachpersonal, Bürokratie

Als wichtigste Probleme wurden die Verteuerung von Preisen und Tarifen (55 Prozent), der Mangel an qualifizierten Fachleuten (49 Prozent) und die hohen administrativen Hürden (41 Prozent) genannt. Wesentliche Probleme für die Geschäftswelt stellen ebenfalls der Zugang zu Krediten (35 Prozent), die Korruption bei staatlichen Behörden (34 Prozent), die politische Ungewissheit (29 Prozent), der mangelnde Schutz des Eigentums und der Vertragsrechte (29 Prozent), die schlecht entwickelte Infrastruktur (24 Prozent), sowie die Ineffizienz der Gerichtsbarkeit (23 Prozent) dar.

Als dementsprechend wichtig werden persönliche Kontakte zu Vertretern aus Behörden und Politik erachtet (88 Prozent), von denen im Wesentlichen der Geschäftserfolg abhängt. Im Vergleich zum Vorjahr wuchs dieser Wert sogar um sechs Prozent an. Die Umfrage wird seit 2011 durchgeführt. Laut Gazeta.ru belegt Russland im weltweiten Index für wirtschaftliche Freiheit den 153. Platz. Im Vergleich zum Vorjahr ist Russland um zehn Plätze tiefer gerutscht, was laut „Heritage Foundation“ mit dem wachsenden Einfluss des Staats auf den Privatsektor und der Korruption zusammenhängt.

Bild: Eugen von Arb/ SPB-Herold

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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