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Sitzung des Bürgerbeirats mit dem neuen Polizeigeneral – über die schwarzen Schafe wird leise diskutiert

Von   /  6. April 2012  /  Keine Kommentare

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mm – Der „Öffentliche Rat“ in der Hauptverwaltung der Sankt Petersburger Polizei, bestehend aus einfachen Bürgern, Geschäftsleuten, Künstlern und Priester tagte mit dem neuen Polizeigeneral Sergeij Umnov um Bürgeranliegen gegenüber der Polizei zu beraten.

Das Thema der Sitzung war nach einer Reihe von Skandalen, unter Anderem der Totschlag eines Jugendlichen in Polizeigewahrsam auf die inneren Strukturen des Apparats gerichtet. Der neue Polizeichef gab zu Protokoll, das er eine Reihe der „Isolatoren zur Sicherheitsverwahung“ schliessen möchte. Auch will er seine Mitarbeiter verstärkt Kontrollieren und Drogensüchtige und Alkoholiker aus dem Dienst entlassen, um der eigentlichen Aufgabe Bürger und Mitarbeiter zu schützen gerecht werden zu können.

Der Drogentest für Polizisten ist jedoch noch eine freiwillige Massnahmen. Dennoch ist er zuversichtlich da er nach eigenen Angaben 90% der Fälle von Amtsmissbrauch und Vergehen durch schwarze Schafe in den eigenen Reihen oder durch die eigene Administration aufklären kann. Er betont das dies keine leichte Aufgabe ist die Kollegen zu überführen. Im ersten Quartal 2012 wurden 45 Vergehen aufgeklärt. Gleichzeit erklärt der neue Chef dem Bürgerbeirat, das es in letzter Zeit nicht einfach ist sich für seine Mitarbeiter stark zu machen. Die öffentliche Aufmerksamkeit liegt auf den negativen Vorkommnissen ungeachtet des ebenfalls nicht immer leichten Tagesgeschäfts dem die Beamten ausgesetzt sind. Dennoch wird die Verwaltung den Beschuldigten juristischen Beistand gewähren.

alte Affenkäfige werden eingemottet

Die sog. Sicherheits-Isolatoren (Hafträume) welche die allgemeinen Standards nicht mehr erfüllen werden wegen mangelden Standards, z.B. Hofgangsmöglichkeiten, geschlossen. Im Stadtzenrum bleibt dann nur ein einziges Polizeigefängnis, in der Sacharjewski Strasse 6. übrig.

Bürgervertreter

Der Vorsitzende des Öffentlichen Rates, der Rektor der Staatlichen Universität St. Petersburg Nikolaj Kropatschew, hat die Ideen des Generals begrüsst, will aber weiter am Dialog mit den „Freunden und Helfern“ teilnehmen und weitere Ideen entwickeln. Er kritisiert den Fakt das der Drogentest nicht obligatorisch ist. Außerdem hat der Rektor empfohlen die Öffentlichkeit besser z.B. auf der Webseite zu informieren.

Demonstrationen und Bürgerrechte

Zum Thema der vielen z.T. nicht genehmigten Demonstrationen und Strassenaktionen, hat Kropatschew bemerkt, dass die Mitglieder des Öffentlichen Rates oft nicht zu den Verhafteten vorgelassen werden. Er möchte in Zukunft unkomplizierte und aktiver die Rechte der Bürger schützen. Dem bekannten Sankt Petersburg Schauspieler, Michael Sergejewitsch Bojarski, der ebenfalls an der Sitzung des Öffentlichen Rats, wie so oft mit Zenit Fan Schal, teilnahm wirds gefallen. Nicht wenige der weniger bekannten Fans landen nach ausgiebigen Feiern auch mal Affenkäfig.

Markus Mueller
Foto: 1tv, Sergeij Umnov im Jahr 2009

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  • Veröffentlicht: 7 Jahren vor auf 6. April 2012
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  • Zuletzt geändert: April 6, 2012 @ 1:08 pm
  • Rubrik: Aktuell, Ticker

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