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U-Boot aus Petersburger Werft in Indien nach Explosion gesunken

Von   /  14. August 2013  /  Keine Kommentare

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rian.- Das Schiffsunglück im Hafen von Mumbai hat das Leben einiger indischer Marineangehöriger gefordert, meldet AFP unter Hinweis auf den indischen Verteidigungsminister Arakkaparambil Antony.  Das indische U-Boot „INS Sindhurakshak” aus russischer Produktion war nach einer starken Explosion an Bord im Hafen von Mumbai gesunken.

Von 18 Besatzungsmitgliedern fehlte zunächst jede Spur. „Ich drücke mein Bedauern angesichts der Marineangehörigen aus, die im Staatsdienst ihr Leben ließen“, sagte der Minister, ohne eine genaue Opferzahl zu nennen. Die Bergungsarbeiten vor Ort gehen indes weiter.
Wie BBC berichtet, war das U-Boot nach einer heftigen Detonation gegen Mitternacht (Ortszeit) in Flammen aufgegangen und während der Löscharbeiten gesunken. Viele Besatzungsmitglieder retteten sich durch den Sprung ins Meer. Von 18 Marineangehörigen, darunter drei  Offiziere, fehlt jedoch jede Spur, meldet die „Times of India” unter Hinweis auf einen Vertreter der indischen Seestreitkräfte.

Explosion in der Waffenkammer

Wie aus dem indischen Verteidigungsministerium vorläufig verlautete, hatte sich die Explosion in jenem Abschnitt des U-Boots ereignet, in dem die Waffen– Torpedos und Club-S-Raketen – untergebracht waren. Die „INS Sindhurakshak” war zum Zeitpunkt des Unglücks „vollständig bewaffnet“, der Brand wurde durch die Explosion von Torpedos und Raketen an Bord ausgelöst, meldet der TV-Sender NDTV unter Hinweis auf Quellen im indischen Verteidigungsamt.  Laut dem Sender Zee News wurde auch ein weiteres U-Boot der russischen Kilo-Klasse, die „INS Sindhuranta“ bei der Explosion „beschädigt“.

Das dieselelektrische U-Boot  „INS Sindhurakshak” war 1997 auf Auftrag der indischen Marine in den Sankt Petersburger Admiralitätswerften hergestellt worden. Von 1986 bis 2000 hatte Indien insgesamt zehn russische U-Boote dieser Klasse erworben, präzisiert die „Times of India”. Das Schiff war erst im Januar 2013 in der Werft Swesdotschka in Sewerodwinsk generalüberholt worden und kam am 29. April aus Russland am Mumbaier Hafen an. Auf dem Weg hatte die „INS Sindhurashak“ in Cartagena, Alexandria und Port Said angelegt.

Erneuert, durchgecheckt und erfolgreich getestet

In der Schiffswerft in Sewerodwinsk war der moderne Raketenkomplex Club-S eingebaut worden, berichtet die russische Zeitung „Wedomosti“. Zudem wurde die „INS Sindhurashak“ mit mehr als zehn weiteren indischen und ausländischen Systemen ausgestattet, darunter der U-Boot-Sonar Ushus, die Radaranlage Porpoise und das Funkverbindungssystem CCS-MK-2. Außerdem wurde das Kühlsystem modernisiert.

Insbesondere das Club-S-Raketensystem habe „beim Testschießen unter den harten Bedingungen der Arktis“ ausgezeichnet abgeschnitten, so eine informierte Quelle zu RIA Novosti. Die von der russischen Firma „Novator“ hergestellte Waffe kann auf Ziele unter wie auch über Wasser schießen.

Bild: Wikimedia Commons

www.rian.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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