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U-Bahn-Panne: Wassili-Insel vorübergehend vom Stadtzentrum abgeschnitten

Von   /  20. Mai 2012  /  Keine Kommentare

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Von Anna Smoljarowa

Am Abend des 17. Mai warteten Passagiere der 3. „grünen“ U-Bahn-Linie mehr als 20 Minuten auf die Züge. Einer der zwei Tunnels, welcher die Wasiljewskij Insel mit der zentralen Station „Gostiny Dwor verbindet, war wegen dringender Reparaturen geschlossen.

Während der Routineüberprüfung in der Nacht auf den 17. Mai haben die Metro-Spezialisten Sand im Drainage-System nachgewiesen. Da der Boden in Sankt-Petersburg sehr sandig ist, ist solches Leckwasser sehr gefährlich: Der Sand verursacht die Abschleifung der gusseisernen Tunnelringe, erklärte Wadim Chwostow, Mitarbeiter der Abteilung für Ingenieursgeologie der Sankt-Petersburger Staatlicher Universität.

Außerdem kann Sand in der Drainage für ein Nachgeben der Tunnelverkleidung sprechen, betont er. Ein solcher Mechanismus führte in den Neunzigerjahren zu einem Wassereinbruch und der langjährigen Sperrung Stationen „Lesnaja“  und „Ploschad Muschestwa“.

Metro-Tunnels kreuzen unterirdische Wasserströme

Die Unterspülung dieser U-Bahnstrecke hatte zwei Gründe: erstens – ein Projektierungsfehler, zweitens – die geologische Struktur des Bodens in Sankt-Petersburg.  Böden sind heterogen, und das  führt zu Schwierigkeiten während des Baus der U-Bahn. Deshalb wurde die Petersburger U-Bahn so tief gelegt – in den  homogenen kämbrischen Ton, der weniger Wasser enthält. Aber auch auf diesem Stand gibt es unterirdische Ströme – uralte Flußbetten, die wassergesättigt sind. Wenn man durch diese Flußbetten Tunnel vortreibt, kommt es zu Komplikationen.

Die weitere Prüfung hat gezeigt, dass sich das Leck nicht im Tunnel, sondern in einem Abzugsschacht befindet.  Die Schächte befinden sich nicht im kambrischen Gestein, sondern gehen durch wassergesättigte Schichten. Solches Leckwasser ist natürlich störend, aber eine Routine-Angelegenheit, sagt Wadim Chwostow. Und obwohl der Schaden erheblich zu sein scheint, wurde der Verkehr nicht unterbrochen.

Bild: Eugen von Arb/ SPB-Herold

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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