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Tirol will Sanktions-Wogen glätten: 80-köpfige Delegation in Moskau und Petersburg

Von   /  30. Oktober 2016  /  Keine Kommentare

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spn.- Eine Politikerdelegation aus dem österreichischen Bundesland Tirol ist nach Russland gereist, um die Wogen hinsichtlich der antirussischen Sanktionen zu glätten und die österreichisch-russischen Beziehungen auszubauen. Dies berichtet die „Tiroler Tageszeitung“ (TT).

Demnach sind 80 Politiker angeführt von Tirols Landeshauptmann Günther Platter und Wirtschaftskammer-Präsident Jürgen Bodenseer nach Moskau und Sankt Petersburg gereist, um die Perspektiven hinsichtlich der wirtschaftlichen Kooperation zu erörtern. „Tirol wird das Problem der Sanktionen nicht lösen können“, betont Platter im Gespräch mit der TT. „Aber wir haben schon alte Bekanntschaften und Freundschaften mit Russland und möchten die Geschäftsbeziehungen mit den Menschen hier fortsetzen.“

Bodenseer zufolge sind aufgrund der Sanktionen in diesem Jahr rund zwei Drittel der russischen Touristen in Tirol ausgeblieben. „Wir wollen die alten, guten Beziehungen wieder auffrischen und Tirol eine Sonderstellung einräumen gegenüber der Rest-EU“, so der Wirtschaftskammer-Präsident.

Tourismus, Sport, Handel und Studentenaustausch

Gemeinsam mit Russlands Vizepremierminister Dmitri Kosak und Wirtschaftsminister Alexej Uljukajew sowie dem österreichischen Botschafter in Moskau, Emil Brix, und Honorarkonsul Hans Unterdorfer habe die Delegation auch die Zusammenarbeit im Bereich Tourismus, Sport, Handel und Studentenaustausch besprochen. „Ich erwarte mir bessere Geschäftsbeziehungen zwischen Russland und Tirol.

Die Teilnehmerzahl an dieser Reise war auch für die Russen sehr beeindruckend. Sie haben gespürt, dass wir es ernst meinen“, stellte Platter fest. Die Beziehungen zwischen Russland und einigen westlichen Ländern sowie den USA hatten sich 2014 angesichts der Ukraine-Krise verschlechtert. Nach der Wiedervereinigung der Krim mit Russland verhängten die USA und die EU-Mitgliedsstaaten Sanktionen gegen Russland, darunter im Bereich Wirtschaft und Finanzen. Als Antwort verbot Russland die Einfuhr von Lebensmitteln aus diesen Ländern.

Bild: Sören/Wikimedia Commons/ Flickr

www.sputniknews.com

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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