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Teures neues Jahr – die Petersburger Tarife für 2020

Von   /  8. Januar 2020  /  Keine Kommentare

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eva.- Die Wahlen sind vorbei und mit ihr die Preis-Schonzeit. Vom Bus-Ticket bis hin zu den Wohnnebenkosten – vieles wird im neuen Jahr teurer. Ein kleiner Überblick, wo die PetersbürgerInnen tiefer ins Portemonnaie greifen müssen.

Wer in der Neujahrsnacht per ÖV nach Hause fuhr, machte vermutlich grosse Augen, als er nach Mitternacht für den Metro-Jeton plötzlich 55 statt 45 Rubel oder im Bus/Tram 50 statt 40 Rubel zahlen musste. Hatte die Stadtregierung im letzten (Wahl-) Jahr die Bevölkerung mit Preissteigerungen verschont, so bescherte sie nun einen Rutsch von happigen 20 Prozent. Damit lohnt sich die Fahrt per Taxi auf Kurzstrecken noch mehr.

Die Monatskarte für die Metro kostet neu 1870 Rubel, die Tageskarten zwischen 185 und 705 Rubel, je nach Anzahl Tagen. Die Tarife für Fahrten per Bus zwischen Stadt und Leningrader Gebiet wurden auf 80 bis 100 Rubel erhöht.

Wohnnebenkosten und Beiträge zur Renovierung

Die Wohnnebenkosten sind am Jahresbeginn dieselben geblieben, werden aber am 1. Juli erhöht. Teuerer wird vor allem der Strom, nämlich um rund fünf Prozent. Die meisten Rechnungsposten werden um durchschnittlich drei Prozent teurer werden, darunter auch Heizkosten und Wasser. Auch die Abgabe für den „Kapremont“, die Gesamtrenovierung der Wohnhäuser wird von 4-5 Rubel auf 8-9 Rubel praktisch verdoppelt.

Alkohol und Tabak und Internet-Käufe aus dem Ausland

2020 werden auch die Steuern für Alkohol erhöht und werden sich darum für die Konsumenten um fünf bis zehn Prozent verteuern. Diese Preissteigerung gilt sowohl für einheimische wie für importierte Ware. Die Steuern auf Raucherwaren wurden um 14,5 Prozent erhöht, für elektronische Zigaretten wird neu 50 Rubel erhoben, pro Milliliter Rauchflüssigkeit werden 13 Rubel erhoben.

Die steuerfreie Summe für Einkäufe bei ausländischen Internet-Versandhäusern wie beispielsweise die populäre chinesische „Alibaba“-Plattform wird deutlich von 500 auf 200 Euro gesenkt. Neu müssen auch selbstständig Erwerbende ihre Einnahmen zu einem Satz zwischen vier und sechs Prozent versteuern.

Petersburger Maut-Autobahn ZSD

Die private Petersburger Stadtautobahn hat die Bevölkerung zwar während der Neujahrstage mit Aufschlägen verschont, doch ab dem 18. Januar wird die Fahrt auch dort deutlich teurer. Für Motorräder und PKWs kostet die Zone neu 150 statt 100 Rubel, was für alle fünf Zonen einen Preis von 750 statt bisher 500 Rubel und eine Verteurung von 50 Prozent bedeutet. Für schwere Fahrzeuge beträgt der Preis neu 250 statt bisher 150 Rubel.

Die Betreiber der Autobahn (Magistral Severnoi Stolizy MSS) argumentieren, dass dieser Preissprung nur wenige, in der Regel auswärtige Fahrzeuge betreffe, die keinen Transponder für die automatische Abfertigung montiert haben. Laut MSS haben bereits 85 Prozent aller Benutzer ein solches Gerät – für sie ist der Preisaufschlag mit 16 Prozent wesentlich kleiner.

Bild: Eugen von Arb/ SPB-Herold

www.fontanka.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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