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„Radio Zenit“ – Testkonzert im neuen Petersburger Zenit-Stadion

Von   /  27. Februar 2017  /  Keine Kommentare

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eva.- Das erste Konzert in der neuen Petersburger „Zenit-Arena“ verlief ohne grössere Probleme. Diese traten eher in der Umgehung des Sportkomplexes bei der Logistik in Erscheinung (siehe Fotogalerie).


Rund 30.000 Personen besuchten am 22. Februar, am Vortag des „Tages des Vaterlandsverteidigers“, das neue Stadion. Die nächste Metrostadion „Krestowski Ostrow“ spuckte tausende von Besuchern aus, und Polizei und Volontäre hatten alle Hände voll zu tun, um die Massen auf den richtigen Weg durch den Park zum Stadion zu schleusen.

Während des Konzertabends kam es zu keinen grösseren Zwischenfällen. So wie die Zuschauer in das Stadion „hineintröpfelten“, verliessen sie es auch wieder. Die wenigsten hörten sich das ganze Konzert an und waren in erster Linie gekommen, um sich das Stadion anzuschauen. Die grosszügigen Dimensionen des Stadions und die soweit gut organisierte Zugangskontrollen erlaubten es, entspannt durch die Gänge und Hallen zu spazieren und sich einen Eindruck des gigantischen Bauwerks zu verschaffen.

Zwei Stunden Vorlaufzeit

Wegen der grossen Zuschauerzahl war eine Anlaufzeit von zwei Stunden vor Konzertbeginn berechnet worden. In dieser Zeitspanne konnten die Besucher in Ruhe die Sicherheitsschleusen passieren, wo sie fotografiert und auf gefährliche Gegenstände untersucht wurden. Dann besteigen sie die Stufen des „Raumschiffs“, an dessen Vorgänger, das „Kirowski Stadion“, nur noch die  das gelbe Administrativgebäude, das ein wenig stilfremd aus dem Sockel des neuen Stadions herausragt.

Das Konzert markierte bezüglich Zuschauerzahl die mittlere Phase der Testphase. An der Eröffnung waren rund 10.000 Personen erschienen,  jetzt waren es 30.000, und zum ersten Spiel des Fussballklubs Zenit-Petersburg am 21. April werden 60.000 Personen erwartet.

Privatverkehr „abgeklemmt“

Die grössten Schwierigkeiten scheinen bei der Transportlogistik im Vorfeld des Stadions zu liegen. Die Metro gelangte schon jetzt an den Rand ihrer Leistungsgrenze, speziell wegen des Anlasses verlängerte sie ihren Betrieb um eine Stunde. Auch die Shuttlebusse von den Stationen „Petrogradskaja“ waren gut ausgelastet. Doch beim Autoverkehr kam es zu kollappsähnlichen Erscheinungen.

Auf der Höhe der Metrostation „Krestowski Ostrow“ wurde der Privatverkehr regelrecht abgeklemmt. Parkmöglichkeiten gibt es dort nur sehr beschränkt, so dass die betroffenen Autolenker umkehren, sich einen der raren Parkplätze auf der Petrograder Seite ergattern und schliesslich zu Fuss oder im Shuttlebus zurückkehren mussten.

Das Stadion verfügt laut Fontanka.ru über rund 4.800 Parkplätze, wovon der grösste Teil für eigene Zwecke der Dienste und Mieter beansprucht wird. Zwar wird die Infrastruktur in den kommenden Monaten noch verbessert, doch müssen die Anstrengungen noch verstärkt werden, um die Stadionbesucher zum Umsteigen vom eigenen Wagen auf den ÖV zu bewegen.

Bilder: Eugen von Arb/ SPB-Herold

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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