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Terror zum Neujahr – ein Fest mit gedämpfter Freude

Von   /  31. Dezember 2013  /  1 Kommentar

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eva.- Nach den Terroranschlägen in Wolgograd hat der Petersburger Gouverneur Georgi Poltawtschenko das Feuerwerk und den Neujahrsempfang und das traditionelle Konzert zum Jahreswechsel abgesagt. Wenige Stunden vor Beginn wurden der Empfang und das Bankett abgeschrieben – als Zeichen der Trauer wegen der beiden Bombenattentate, bei denen am 30. Dezember zusammen 34 Menschen getötet und 60 zum Teil schwer verletzt worden waren.

Auch im Leningrader Gebiet wurden auf Erlass von Gouverneur Alexander Drosdenko sämtliche Feuerwerke abgesagt. Zur Trauer über die Toten kommt eine leichte Trostlosigkeit darüber, dass in der Stadt kein bisschen Schnee liegt. Erst nach Silvester kann mit neuen Niederschlägen gerechnet werden. Die Stadt begeht das Fest grau und ziemlich unfestlich – auch wenn alle Strassen und Plätze prächtig geschmückt sind.

Trotz allem wird an mehreren Orten im Petersburger Stadtzentrum, am Newski Prospekt, beim Gostiny Dwor und auf dem Schlossplatz der Jahreswechsel mit Konzerten gefeiert. Bei aller Betroffenheit liessen sich die Russinnen und Russen die Freude an ihrem liebsten Fest nicht verderben.

So wie in anderen europäischen Metropolen waren in Petersburg die Geschäfte und Strassen an den Vortagen des Neujahrsfests mit Menschen verstopft, die sich im letzten Moment noch Geschenke oder etwas Feines für das Festmahl beschaffen wollten. Der Hektik davor, werden traditionsgemäss die Tage der Stille danach folgen. Die meisten Firmen und Institutionen Russlands nehmen erst am 9. Januar wieder den Betrieb auf.

Trotz der gedämpften Stimmung wünscht auch der St. Petersburger Herold seinen Leserinnen und Lesern ein gutes 2014 voller erfüllter Träume und dankt für Intresse und Treue!

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

1 Kommentar

  1. Gutes neues Jahr,
    habe volles Verständnis für die abgesagten Feierlichkeiten anlässlich der Terrorakte in Wolgograd,
    möchte aber zu der Vorgehensweise beim Betreten des Palace squere durch den Triumpfbogen etwas feststellen:
    Fürchterliches Gedränge, keine offizielle Information darüber, dass so wenige Menschen Zugang erhielten.
    Verschiedene Menschen sagten, dass nur Russen Zugang erhielten. Ist das wahr? Dann wäre dies ein Generalverdacht
    gegenüber allen Nicht-Russen, der nicht akzeptiert werden kann. Vielleicht kann jemand zu dieser Aussage Stellung beziehen.

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