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Sturmwind und Flut sorgten für Zerstörung und Unannehmlichkeiten

Von   /  9. Dezember 2015  /  Keine Kommentare

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eva.- Vom 6. bis 8. Dezember wurden Stadt und Region St. Petersburg von starkem Wind und Sturmflut heimgesucht. Dabei wurden Stromleitungen und Schilder heruntergerissen und zahlreiche Keller überflutet. Der geschlossene Damm bewahrte die Stadt vor Hochwasser, brachte aber den Schiffsverkehr durcheinander.

Immer wieder warnte der Katastrophenschutz (MTschS) vor Sturmböen, die teilweise eine Stärke bis zu 28 Metern pro Sekunde erreichten. An mehreren Orten wurden Verkehrsignale und Reklameschilder umgeweht.

Auf dem Markt am Prospekt Bolschewikow im Norden der Stadt blies der Sturm ganze Verkaufsstände davon. Bei Sestrorezk sorgte der starke Regen für zahlreiche überschwemmte Keller. Teile der Region Kingisepp im südlichen Leningrader Gebiet blieben wegen heruntergerissener Starkstromleitungen ohne Licht. Im grossen Ganzen hielten sich die Schäden jedoch in Grenzen, Opfer wurden keine gemeldet.

Schiffsverkehr durch geschlossenen Damm beeinträchtigt

Um ein Hochwasser in St. Petersburg zu vermeiden, wurde der Damm auf der Höhe von Kronstadt vorsorglich geschlossen. Trotzdem war der Wasserspiegel der Newa im Stadtzentrum deutlich höher als üblich. Die geschlossenen Dammtore störten ausserdem den Schiffsverkehr. Dutzende von Frachtern warteten vor der Sperre, die erst am 7. Dezember wieder vorübergehend geöffnet wurde.

Auch Fährtouristen der St. Peterline litten unter der Sperre. In Petersburg blieb die „Princess Anastasia“ stecken. Für 60 finnische Touristen mussten wegen der verspäteten Ausreise neue Transitvisa ausgestellt werden. Umgekehrt mussten in Helsinki etwa 100 Russinnen und Russen auf der Fähre „Princess Mary“ bis zur Öffnung des Damms warten – rund 250 waren selbstständig über Land nach Hause gefahren.

Bild: Eugen von Arb/ SPB-Herold

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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