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Streit um Mistral: Russische Matrosen verlassen Saint-Nazaire

Von   /  22. Dezember 2014  /  Keine Kommentare

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rian.- Die 400 russischen Matrosen, die in Saint-Nazaire auf die Übergabe des ersten Hubschrauberträgers des Typs Mistral bislang gewartet haben, werden noch bis Weihnachten Frankreich verlassen. Dies teilte der französische Schiffbaukonzern DCNS mit.

„Ich bestätige, dass die russischen Seeleute noch vor den Weihnachten heimfahren werden“, sagte ein DCNS-Sprecher der Agentur AFP. Die Entscheidung sei endgültig; die Russen würden nicht mehr nach Saint-Nazaire zurückkehren. Aus russischen Rüstungskreisen erfuhr RIA Novosti jedoch, dass Russland im Fernen Osten weiter die Infrastruktur für die Mistral-Hubschrauberträger baue.

Russland hatte 2011 in Frankreich zwei Hubschrauberträger dieses Typs im Gesamtwert von 1,2 Milliarden Euro bestellt. Die USA stemmen sich gegen den Deal. Das erste Kriegsschiff, die „Wladiwostok“, hätte am 14. November an die russische Kriegsmarine übergeben werden sollen. Der Termin wurde abgesagt. Ende November ließ der französische Staatschef Francois Hollande die Auslieferung des ersten Schiffes wegen der Ukraine-Krise bis auf weiteres aussetzen.

Lawrow: Frage der Würde Frankreichs

Die Lieferung eines Hubschrauberträgers vom Typ Mistral an Russland sei eine Frage des gültigen Vertrages und der Würde der französischen Nation. Das erklärte Russlands Außenminister Sergej Lawrow in einem Interview für den französischen TV-Sender France 24.

400 russische Matrosen – die geplante Besatzung für die „Wladiwostok“ und das zweite Mistral-Schiff „Sewastopol“ – halten sich seit Juni in Saint-Nazaire auf, um den Umgang mit den Schiffen zu lernen. Am 13. September absolvierten sie mit der „Wladiwostok“ eine zehntägige Probefahrt auf hoher See. Anfang Oktober folgte eine zweite Übungsfahrt.

www.rian.ru

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Umfrage in Frankreich: Mehrheit für Übergabe von Hubschrauberträgern Mistral an Russland

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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