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„Strategie-19“ – jeden Tag um sieben an die Demo

Von   /  8. Dezember 2011  /  Keine Kommentare

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Von Eugen von Arb

An der gestrigen Kundgebung vor dem Gostiny Dvor sind rund 100 Personen festgenommen worden. Die Organisatoren haben nun die so genannte „Strategie-19“ ins Leben gerufen, nach der jeden Tag ein Meeting gegen manipulierte Wahlen stattfinden soll.

Zur bereits bekannten „Strategie-31“, im deren Rahmen an jedem 31. des Monats für die Einhaltunh des Verfassungsartikel Nr.31 über die Versammlungsfreiheit demonstriert wird, ist jetzt die „Strategie-19“ hinzugekommen. Täglich soll abends gehen Wahlfälschungen protestiert werden.

Arreststrafe für Demonstranten

Ob es damit aber mit der Zeit nicht an Energie und Leuten fehlen wird, ist fraglich. Zwar wurden die meisten der festgenommenen Personen nach kurzer Zeit wieder freigelassen. Nach einer Nacht auf der Wache werden aber viele von ihnen für eine Weile genug vom demonstrieren haben. Ausserdem könnte im Wiederholungsfall eine schärfere Strafe drohen – bereits jetzt ist mindestens ein Fall eines Demo-Teilnehmers bekannt, der zu 10 Tagen Arrest verurteilt wurde.

„Heisses“ Wochenende in Sicht

Da in Moskau für den Samstag zu einer Protestaktion aufgerufen wurde, sind auch in Petersburg und anderen russischen Städten Kundgebungen zu erwarten. Während in Moskau bereits Sondertruppen des Innenministerium in die Stadt gebracht wurden, sind solche Massnahmen in Petersburg bisher ausgeblieben. Trotzdem muss mit einem „heissen“ Wochenende gerechnet werden. Schon jetzt ist das Polizeiaufgebot massiv – an der gestrigen Kundgebung standen die Teilnehmer einer mindestens ebenso grossen Polizeimacht gegenüber.

Bild: Eugen von Arb/ SPB-Herold

www.fontanka.ru

Weitere Artikel zu diesem Thema:

Die dritte Protestaktionen gegen Wahlfälschung endete in Petersburg mit über 200 Festnahmen

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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