Laden...
Sie sind hier:  Home  >  Aktuell  >  Aktuelle Artikel

Strassenhunde – Bestien oder Opfer von Tierquälern?

Von   /  28. August 2009  /  3 Kommentare

    Drucken       Email

TOPTICKER.- Mit der Gesetzesvorlage für Hundehalter ist auch die Diskussion über den Umgang mit den wieder entfacht worden. Von den einen werden die Tiere als angriffslustige Bestien gesehen, die das Leben von harmlosen Passanten und Kindern gefährden. Wie Fontanka.ru schreibt, werden in gewissen Stadtteilen und Vororten tatsächlich fast täglich Leute von Hunden angefallen und teilweise gebissen. Neben Bisswunden und einem Schock tragen die Opfer zusätzlich das Risiko einer Tollwutansteckung und müssen sich einer aufwändigen Impfprozedur unterziehen.

Andere sehen die Tiere als Opfer der Menschen, die sie quälen und sie unmöglichen Lebensbedingungen aussetzen. Die Firma Speztrans, die im Auftrag der Stadt Hunde sterilisiert, wird von Tierschützern verdächtigt, Tiere zu vergiften.

Gesetze für Hundehalter zwecklos ohne Lösung für Strassenhunde

In beiden Lagern ist man sich einig: Gesetze für Hundehalter sind wertlos, wenn das Problem der Strassenhunde nicht gelöst sind. Zwar gehen auch hier die Meinungen auseinander – laut einer Umfrage von Fontanka.ru verlangen 40 Prozent der Leserinnen und Leser eine Sterilisierung und die Haltung in Tierheimen, 28 Prozent plädierten für das Einschläfern der herrenlosen Tiere.

Doch selbst für einen Mittelweg ist Petersburg nicht gerüstet. Für geschätzte 7.000 Tiere stehen ganze zwei Tierheime zur Verfügung. Die Mittel für fünf neue Heime wurden kürzlich wegen der Wirtschaftskrise vom städtischen Budget gestrichen. Doch sogar wenn sie eröffnet würden, so stünde Petersburg gegenüber anderen europäischen Städten immer noch schlecht da – in Paris gibt es beispielweise rund 400 solche Heime. (eva)

Bild: Eugen von Arb/SPB-Herold

www.fontanka.ru

Weitere Neuigkeiten finden Sie auf unserem Nachrichtenticker >>>

Weitere Artikel zu diesem Thema:

Hundeleben: Obdachlose Tiere sind in Russland oft brutalen Jägern und Geschäftemachern ausgeliefert

Petersburger Hundebesitzer werden an die Leine genommen

    Drucken       Email

Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

3 Kommentare

  1. tomtak sagt:

    Hallo Lena, lesen ist nicht Deine Stärke –
    ich bin gegen das Töten der Hunde. Wenn ich schreibe das sie ein Problem sind dann sind und das ich befürchte das es ihnen desshalb an den Kragen gehen könnte meine ich nicht das ich das gut finde. Ausserdem ist St. Petersburg nicht Neuhausen. Geh auf die Stuttgart Demos und bilde Dich als Mensch damit Du was bewirken kannst bevor Du aus lauter verblendeter Tierliebe für mich schämst.

  2. Lena sagt:

    Wenn ich sowas lese, das du schreibst, muss ich kotzen!
    man muss die hunde impfen füttern und zeugunsunfähig machen! egal ob der hund böse ist oder nicht.. man muss eine lösung finden und nicht umbringen sowas von herzlos und wie du das schreibst als ob das es normal wäre !!!
    ich schäme mich für dich als mensch!

  3. tomtak sagt:

    In unserem Stadtteil finden zwischen den verschiedenen Rudeln wilder Hunde richtige Bandenkriege statt. Besonders nachts – wenn keine störenden Menschen unterwegs sind gehen die verschiedenen Gruppen aufeinander los, oder legen sie mit den Wachhunden an dem einen oder anderen Tor an. Es lärmt die ganze Nacht, die Hunde rennen im Eifer des Gefechts den wenigen Fahrzeugen vor die Reifen und am nächsten Tag liegt manchmal ein Opfer der Beisserei verendet auf dem Kinderspielplatz.

    Früher gab es auch einzelne Hunde, die sich auf der Strasse druchschlagen mussten und von uns oder anderen Mitbürgern durchgefüttert wurden. Sich einer solchen Meute zu nähern ist aber kein Spass mehr.

    Sicher ist es keine Lösung die wilden Hunde „en mass“ umzubringen oder einzuschläfern, da die Bedrohung aber real ist, und in den letzten Jahren massiv zugenommen hat, fürchte ich geht es den armen Viechern wie in Minsk bald ganz offiziell an den Kragen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Das könnte Sie auch interessieren...

Fussball-WM 2018: Der Weg zum Stadion „Sankt Petersburg“

mehr…