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Sankt Petersburg lässt den Brotofen kalt

Von   /  27. August 2010  /  Keine Kommentare

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mm – Die St. Petersburger Stadtregierung hat nach langen Verhandlungen mit den örtlichen privaten Brotfrabriken erklärt keine eigene Brotfabrik aufzubauen.
Die Unternehmer haben sich bereiterklärt die Preise bei einigen Basissorten nicht zu erhöhen.
Aufgrund der Feuerschäden in Zentralrussland wird mit Ernteausfällen gerechnet. Hinzukommt der Saisonal bedingt Preisschub zum Ende der Ferienperiode und in allgemeinen Panik decken sich die Verbraucher mit Übermengen von Buchweizen ein damit sie sich den täglichen „Kascha“ im nächsten Jahr noch leisten können. Die allgemeinen Verunsicheurng nutzen die Hersteller und Verteiler um auch die Preise von nicht betroffenen Nahrungsmitteln mit zuerhöhen.

Um die Brotpreise auf niedrigem Niveau zu halten und Druck auf die Produzenten auszüben hat die Stadtregierung einen glaubhaften Plan beschlossen, eine eigene städtische Brotfabrik zu erstellen. Und damit die Produzenten an den Verhandlungstisch gezwungen.

Wie zu Sowjetzeiten die Politik bestimmt den Preis

Beide Vorgänge, die Verknappung von Getreide und die besorgten Reaktionen der Politik sind auf die Erfahrungen in der Sowjetunion zurückzuführen und provoziert auch Heute Aktionismuss in der Politik. Der Brotpreis war schon immer ein Politikum.

Das ungeschriebende Konkordat zwischen den Regierenden und den Regierten sieht vor, dass Brot günstig, die Heizung Winter und der Nahverkehr funktionieren müssen. Die Regierten sehen dafür über Mängel in anderen Bereichen, die generell vermutete Selbstbereicherung der Beamten, fehlende Mitbestimmung und sonstige Mängel, materieller, ideeller und politischer Natur hinweg. Kurzum die sprichwörtliche Geduld der Bürger hat in Russland ein definiertes Ende z.b: beim Brotpreis und jeder Beamte ist sich dessen bewusst.

Bild: Wikimedia Commons

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