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Stadt Petersburg verkauft Jelisejewski-Kaufhaus an „Putins Koch“

Von   /  26. April 2016  /  Keine Kommentare

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eva.- Das bekannte Jelisejewski-Kaufhaus wird vom Unternehmen des Restaurant-Besitzers Ewgeni Prigoschin nach vier Jahren Miete privatisiert. Im Smolny ist man davon nicht begeistert, doch kann man sich nicht über das Privatisierungsgesetz hinwegsetzen.

Laut Fontanka.ru wird die Gesellschaft „OOO Magasin Kupzow Jelisejewich“ das prominente Gebäude für geschätzte 600-700 Millionen Rubel übernehmen. Laut Gesetz hat das Unternehmen dieses Recht, nachdem es die Immobilie mindestens zwei Jahre lang gemietet hat. Bei der Liegenschaftsverwaltung der Stadtregierung im Smolny ist man nicht erfreut, die Liegenschaft zu verlieren, doch kann man nichts dagegen unternehmen.

„Kaufmiete“

Das berühmte Kaufhaus wurde 2007 zur Renovation geschlossen und erst 2012 wieder eröffnet. Die Kosten des Ausbaus sollen sich auf rund 115 Millionen Rubel belaufen haben. In einem Prozess erstritt sich der Mieter das Recht, die Miete von den Renovationskosten abzuziehen und logiert daher seit 2015 kostenlos am Newski. Davor hatte sich das Unternehmen ohne Erfolg bemüht, auf der nahen Fussgängerzone Verkaufsstände aufzustellen.

Der künftige Besitzer des berühmten Delikatessengeschäfts Ewgeni Prigoschin wird auch „Putins Koch“ genannt, da er als enger Freund Putins gilt und sein Unternehmen „Concord“ das Restaurant im Kreml betreibt. In Petersburg gehört ihm unter anderem das Restaurant „Alter Zoll“ (Staraja Tamoschnaja“. Ausserdem bedient „Concord“ auch das internationale Wirtschaftsforum PMEF und andere Grossanlässe. Ewgeni Prigoschin gilt als Sponsor der „Troll-Fabrik“ in St. Petersburg, die Pro-Kreml-Propaganda im Internet verbreitet und 2015 enttarnt wurde.

Bild: Eugen von Arb/ SPB-Herold

www.fontanka.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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