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Staatliche Erziehungskontrollbehörde sperrt sechs Studiengänge an Petersburger Gewerkschaftsuni

Von   /  21. Oktober 2014  /  Keine Kommentare

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TOPTICKER.- Die Petersburger Gewerkschaftsuni und ihr Rektor Alexander Sapesozky gerieten in der Vergangenheit wegen verschiedener Skandale in Verruf. Nun hat die Kontrollberhörde für Erziehungsfragen Rosobrnadsor der Uni die Akkreditierung für sechs wichtige Studiengänge gestrichen – die konkreten Gründe für diesen Schritt sind noch unbekannt.

Bei den gesperrten Magistratur-Studiengänge handelt es sich um Psychologie, Jurisprudenz, Journalismus, Konfliktforschung, Kunstgeschichte und Linguistik – eine breite Lücke im Angebot der Petersburger Hochschule. Doch nicht nur das – für die Uni bedeutet dieser Schritt einen massiven Prestigeverlust und letztlich eine massive Einbusse bei den Einnahmen, weil sie dadurch automatisch keine staatlichen Subventionen mehr für die Ausbildungsgänge erhält.

Der Rektor hat noch am Tag, an dem die Entscheidung von Rosobrnadsor bekannt wurde, in einem Brief an die Behörde eine Erklärung für die Massnahme gefordert, bisher jedoch keine Antwort erhalten. Wie Fontanka.ru schreibt, erwägt er nun eine Gerichtsklage gegen die staatliche Inspektion.

Negative Schlagzeilen

Die Gewerkschaftuni und ihr Chef gerieten in den vergangenen Jahren verschiedentlich durch skandalöse Nachrichten in die Schlagzeilen. So wurde beispielsweise im April bekannt, dass 150 Studentinnen und Studenten von der Universität verwiesen werden sollten, weil sie sich nicht an den Kleidungs- oder Verhaltenskodex gehalten hatten und sich in einem Internetforum kritisch über die Universitätsleitung geäussert hatten.

Ausserdem wurde ein Fall bekannt, in dem sich Rektor Alexander Sapesozky äusserst grob gegenüber einer Studentin äusserte. Aber auch formal gesehen hat Rosobrnadsor bereits seit längerem ein Auge auf die Uni und fordert von der Hochschulleitung, Mängel im Lizensierungsverfahren und bei den Unterrichtsstandards zu beseitigen. (eva)

Bild: www.gup.ru

www.fontanka.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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