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Sowjet-Maler und Putin-Freund Ilja Glasunow gestorben

Von   /  9. Juli 2017  /  Keine Kommentare

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eva./wiki.- Im Alter von 87 Jahren starb in Moskau der in Leningrad geborene sowjet-russische Maler Ilja Glasunow. Im Alter von zwölf Jahren flüchtete Ilja Glasunow aus dem belagerten Leningrad über die Straße des Lebens in die Evakuation. Nach dem Zweiten Weltkrieg kehrte Glasunows Familie zurück nach Leningrad.

1957 organisierte Glasunow in Moskau seine erste Ausstellung. Seine Werke sind insbesondere durch den Einfluss von Ikonen und der religiösen Thematik der Orthodoxie gekennzeichnet. Glasunow beschäftigte sich mit historischen, literarischen und religiösen Themen. Während der Zeit des Kommunismus bewegte er sich auch in Kreisen der nationalistischen Dissidenten; während der Perestroika engagierte er sich in der radikal-nationalistischen Pamjat-Bewegung. Er war in der Folgezeit als Verfechter der Wiedereinführung der Monarchie bekannt und galt als einer der größten lebenden Künstler Russlands.

Verehrer von Arno Breker

Glasunow war ein Gegner der Demokratie und Befürworter der Ständeordnung, von Privilegien und Einschränkungen. Nach Angabe des Präsidenten-Sprechers, Dmitri Peskow, habe Präsident Putin „eine lange Freundschaft mit dem Maler gepflegt“. Internationale Kontakte Glasunow nutzte seine Privilegien als sowjetischer Staatskünstler im Rahmen der politischen Möglichkeiten der damaligen Zeit, den Kultur-Dialog mit dem Westen und der DDR aufzubauen.

1987 reiste Glasunow in Kenntnis von Michael Gorbatschow in die Bundesrepublik, um den Bildhauer Arno Breker zu besuchen. Bei diesem Treffen im Mai fertigte der Gast ein Porträt des um 30 Jahren älteren Bildhauers an. Er interviewte den einstigen deutschen Staatsbildhauer Nr. 1 über seine Erlebnisse mit Josef Stalin, der Breker 1945 erneut in die Sowjetunion holen wollte.

Bild: Kremlin.ru

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  • Veröffentlicht: 2 Wochen vor auf 9. Juli 2017
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  • Zuletzt geändert: Juli 9, 2017 @ 10:45 pm
  • Rubrik: Aktuell, Kultur

Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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