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„Skandinavia“-Trasse zwischen Petersburg und Finnland wird kostenpflichtig

Von   /  14. August 2012  /  1 Kommentar

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TOPTICKER.- Das russische Transportministerium hat in seiner Verkehrsstrategie bis 2030 beschlossen, die föderale Strasse „Skandinavia“ ab 2016 kostenpflichtig zu machen, schreibt Fontanka.ru.


Auch für die Fahrt auf der M-20 zwischen Pskow und der weissrussischen Grenze sowie für die neue Trasse St. Petersburg Moskau, die bis zur EM 2018 fertiggestellt sein wird, muss in Zukunft ein Wegzoll entrichtet werden.

Mit der Maut sollen die privaten Investionen und Darlehen, die für den Ausbau der Strassen nötig sind, zurückerstattet werden. Längerfristig werden auf diese Weise alle föderalen Schnellstrassen in Russland kostenpflichtig werden.

Strassen mit Komfort und viel Platz

Das Ministerium verspricht, dass sämtliche neuen Strassen mit genügend Fahrspuren, modernster technischer Ausrüstung ausgerüstet sein werden, so dass sie nicht von Autobahnen in Westeuropa zu unterscheiden seien. Die Kapazität sollen gross genug sein, um auch zu Spitzenzeiten Staus zu vermeiden, und die Fahrgeschwindigkeit soll im Bereich von 100-120 Stundenkilometern liegen.

Im Zug des Strassenbaus sollen auch die Grenzstationen verstärkt werden. Der Übergang „Torfjanowka“ an der finnischen Grenze wird zum Beispiel zweieinhalb mal mehr Grenzgänger abfertigen können. Damit wird auf die stundenlangen Wartezeiten vor an Wochenenden reagiert.

Russen sind bereit, für normale Strassen zu bezahlen

Die „Skandinavia“ wird jedoch erst nach einem kompletten Ausbau kostenpflichtig, versprechen die Projektleiter. Bisher wird in St. Petersburg nur für ein Teilstück der Ringautobahn im Südwesten eine Gebühr erhoben.

Die Erfahrung zeigt, dass viele Russen gerne bereit sind, Geld für die Fahrt auf einer Schnellstrasse von westlichem Standard zu bezahlen. Das staatliche Strassennetz ist grösstenteils in einem so katastrophalen Zustand, dass es wegen Schlaglöchern zu Unfällen kommt und Räder und Stossdämpfer innerhalb kurzer Zeit  abgenützt sind.

Maroder staatlicher Strassenbau

Sogar auf modernen Strassen, wie der Petersburger Ringautobahn sind die Fahrspuren in vielen Bereichen gefährlich tief ausgefahren. Immer wieder werden Stimmen laut, die von Unterschlagungen von Budgetgeldern sprechen, die für den Strassenbau bewilligt werden.

Von der Zukunftsvision der Fortbewegung auf „Luftschlitten wie man sie 1914 auf russischen Postkarten (siehe Bild) verbreitete ist man hierzulande leider noch sehr weit entfernt.

www.fontanka.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

1 Kommentar

  1. realsatire sagt:

    als regelmässiger Benutzer des bereits eröffneten Teilstuecks des suedlichen Teilstücks dem genannten Западный Скоростной Диаметр (ЗСД) muss ich sagen, dass ich mich sogar auf die letzten Meter im Bezahlbetrieb freue und die 30 Rubel immer parat habe (Nachts sogar nur 10 Rubel). Wenn die Strasse aber dann in ein paar Jahren durchgehend befahrbar bis nach Norden zum Anschluss an den KAD befahrbar ist, und der Verkehr sich dann wesentlich erhöht, dann könnte sich das Vergnügen auch wieder verflüchtigen.

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