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Signalbrücken auf der Ringautobahn sind jetzt auch mit Radarfallen bestückt

Von   /  6. September 2011  /  Keine Kommentare

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mm – Die Strassenverkehrsaufsicht hat im September mit dem Testbetrieb der automatischen Geschwindikeitskontrollen auf der Ringautobahn „KAD“ begonnen. Rund ein Halbes Jahr früher als geplant werden die Radarfallen in Betrieb genommen. Da die Automaten im wahrsten Sinne des Wortes unbestechlich sind, werden die Chancen der Geschwindigkeitsfanatiker davon zu kommen reduziert. Allein im KAD Abschnitt zwischen Neva und Prospekt Vetreranow sind 5 Signalbrücken mit den Blitzkameras auf allen 8 Spuren aufgestellt.

Für die Fahrzeugführer in der Stadt bedeutet dies ein Novum. Bisher wurden sie immer von Verkehrspolizisten angehalten und „bestraft“, mit den automatisierten Anlagen bekommen Sie die Strafzettel erstmals an Ihre Meldeaddressen gesendet. Aufgrund der lokalen Tradition sich möglichst nie umzumelden*,  egal wo man wohnt, dürfte es bei vielen Addressaten länger dauern bis sie die frohe Botschaft erreicht.

Strafen im internationalen Vergleich gering

Die Strafsumme ist im Vergleich mit den Nachbarn in Finnland oder Deutschland dabei gering. Die Überschreitung der angezeigten Geschwindigkeit um  10- 20 km/h kostet der Spass 100 Rubel (2,50€) , bis 40 km/h 300 (7,50€) Rubel und bis 60 km/h 1500 Rubel (30 €).  Bei mehr als 60km/h Überschreitung geht der Führerschein zurück ins Amt.  Da den Automaten jedoch noch nicht die gleiche Bedeutung wie die eines Beamten beigemssen wird muss das Vergehn mehr als einmal registriert werden. Statt Führerscheinverlust müssen die Ersttäter (> 60km/h) 2500 Rubel Strafe zahlen.

Die Aufsicht der KAD Signalbrücken betont, das mit der Einführung der Radarfallen und die dynamischen Verkehrszeichen der Verkehrsfluss auf der Ringautobahn verbessert wird. Die Radarfallen dienen lediglich dazu die Raser in diesen einzugliedern.

* an die Meldeaddresse „Propiska / Registrierung“ genannt sind viele Sozialleistungen und auch Eigentumsansprüche gebunden. So kann ein Bürger durch die Privatisierungs seiner Wohnung oder Zimmers erheblichen Mehrwert erreichen. Der bürokratische Akt der Ummeldung kann schief gehen und dann ist man nicht nur Wohnsitzlos, sondern kann keinen Pass und keine anderen staatlichen Leistungen beantragen. Auch Aufgrund von Studium und sozialem Aufstieg leben viele Menschen nicht mehr am Ort der Registrierung, melden sich jedoch nicht um. Kurzum eine Ummeldung wird in der breiten Vevölkerung ausgiebig vermieden. Als ergebnis wohnen viele Menschen, besonders in Sankt Petersburg und Moskau nicht mehr an Ihrer Meldeaddresse.

Foto: ГИБДД

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  • Veröffentlicht: 7 Jahren vor auf 6. September 2011
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  • Zuletzt geändert: September 7, 2011 @ 8:34 am
  • Rubrik: Aktuell, Verkehr

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