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Siemens stellt in Petersburg Hochgeschwindigkeitszug Velaro RUS vor

Von   /  28. Dezember 2008  /  Keine Kommentare

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rian.- Siemens stellt den ersten Hochgeschwindigkeits-Triebzug Velaro RUS, den die deutsche Gesellschaft im Auftrag der russischen Eisenbahnen AG (RZD) gebaut hat, am Freitag auf dem Moskauer Bahnhof in St. Petersburg vor.

Ende 2009 sollen die schnellsten Züge Russlands die Städte Moskau und Sankt Petersburg miteinander verbinden. Die Fahrt soll nur noch 3,5 Stunden dauern. Später sollen die Hochgeschwindigkeitszüge auch auf der Strecke Moskau – Nischni Nowgorod eingesetzt werden. Die russische Bahngesellschaft RZD taufte den Zug Sapsan (Wanderfalke).

Die RZD und Siemens hatten am 18. Mai 2006 einen Vertrag über die Lieferung von acht Hochgeschwindigkeitszügen auf der Plattform Velaro RUS unterschrieben. Inklusive eines Wartungsvertrages über 30 Jahre beläuft sich der Auftragswert für Siemens auf 600 Millionen Euro. Die neue Zugserie von Siemens wird mit einem Reisetempo von 250 Stundenkilometern fahren.  Die Konstruktion des Zuges erlaubt nach einer Modernisierung auch bis zu 330 Stundenkilometer.

Die zehnteiligen Velaro RUS-Züge sind 250 Meter lang und bieten über 600 Fahrgästen Platz. Das rollende Material ist für die breiten russischen Gleise bestimmt (die Spurweite in Russland beträgt 1520 mm statt 1435 in Deutschland). Für die rauen russischen Klimaverhältnisse ist ein besonderes Belüftungs- und Kühlsystem vorgesehen.

Der Vorteil der Velaro RUS-Züge besteht darin, dass das Bremsgestänge unter dem Wagen angebracht ist, so dass der Wagen um 20 Prozent mehr Sitzplätze bietet als ein gewöhnlicher Wagen mit der gleichen Länge. Medien zufolge will Russland in den kommenden Jahren neue Bahnstrecken mit einer Gesamtlänge von etwa 20 000 Kilometern bauen, davon 1500 Kilometer als Hochgeschwindigkeitsstrecken. Züge vom Typ Velaro wurden bei Siemens auch von den Niederlanden, China und Spanien bestellt.

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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