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Siegestag: „Unsterbliches Regiment“ erreicht Millionengrenze

Von   /  10. Mai 2018  /  Keine Kommentare

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eva.- Am traditionellen Siegestag wurden nahmen dieses Jahr wieder Millionen Menschen teil – tendenz steigend. Die Paraden in St. Petersburg fanden bei prächtigem Frühlingswetter statt.

Nach der Militärparade am Vormittag auf dem Schlossplatz zog am Nachmittag die Bevölkerung zusammen mit den letzten lebenden Kriegsveteranen über den Newski-Prospekt. Die Aktion „Unsterbliches Regiment“, an der Menschen aller Generationen mit Bildern ihrer Vorfahren teilnahmen, die während des Zweiten Weltkriegs mitgekämpft hatten, versammelte dieses Jahr noch mehr Menschen als zuvor.

Offiziellen Angaben zufolge zog allein Petersburg eine Million Menschen durch das Zentrum – in ganz Russland waren es mehr als zehn Millionen, schreibt Newsru.com. Allerdings wurde aus der russischen Provinz eine Reihe von Fällen gemeldet, an denen Jugendliche von Behörden oder Lehrern zur Teilnahme gezwungen wurden.

Missbrauch für politische Ziele

Die Organisatoren der 2011 in Tomsk ins Leben gerufenen freiwilligen Aktion beschwerten sich über zunehmende Versuche durch Politiker und Behörden, das „Unsterbliche Regiment“ für politische Ziele zu missbrauchen. Der grösste Druck wird nach ihren Worten von der Kremlpartei „Einiges Russland“ ausgeübt.

Beobachter sagen, dass die Bewegung, die allein dem unpolitischen Gedenken an die Kriegsgeneration gewidmet ist, früher oder später von der Regierung vereinnahmt wird. Da die meisten Kriegsveteranen gestorben oder gehbehindert sind, wurde die Parade der Veteranen in den letzten Jahren immer kleiner. Daher bot sich das „Unsterbliche Regiment“ als Möglichkeit an, die gelichteten Reihen aufzufüllen.

Kritiker, die der Bewegung die Verherrlichung der Kriegszeit vorwerfen, haben mittlerweile eine alternative Initiative mit dem Namen „Unsterbliche Baracke“ ins Leben gerufen. Sie erinnert an die Millionen von Opfern des Gulag und den Terror des sowjetischen Regimes gegenüber der eigenen Bevölkerung.

Bild: Eugen von Arb/ SPB-Herold

www.fontanka.ru

www.newsru.com

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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