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Der Metro-Sicherheitsdienst prüft verschärfte Kontrollen

Von   /  27. Juli 2017  /  Keine Kommentare

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Seit dem 24. Juli führt der Sicherheitsdienst der Metro Komplettkontrollen an einzelnen Metrostationen in St. Petersburg durch.  Wurden früher nur vereinzelt Passagiere mit grossen Gepäckstücken oder verdächtigen Rucksäcken zur Durchleuchtung gebeten, haben an einzelnen ausgesuchten Metrostationen, Vollkontrollen stattgefunden. Mit vergrößerter Mannschaft wurde jeder und jede, bei dem der auf volle Empfindlichkeit gestellte Metaldedektor piepste, zur Preisgabe seines Kleingelds und der Hausschlüssel gebeten, sowie die Handtasche in den  Durschleuchtungsapparat  gestellt.

Naturgemäs bildeten sich vor den betroffenen Metrostationen, Kristowski Insel, Elektrosila, Svenigorodskaya und Spasskaja lange Schlangen vor den Eingängen. Mit Wartezeiten von bis zu einer halben Stunde haben wohl einige Metrobenutzer Verspätungen zu erdulden. Im Gegensatz zu allen anderen Verkehrsmitteln, kann mann via Metro nicht nur am schnellsten sonder auch am planbarsten Termine einhalten. Entsprechend war die Stimmung in der Schlange von spöttisch bis genervt.

Die Metroverwaltung betont, das die überraschenden Kontrollen Im Rahmen der geforderten Transportsicherheit lägen, sieht die Zufallskontrollen jedoch noch als ein Experiment an. Daher wurden für die Kontrollen nur Stationen Ausgewählt bei denen große Eingangshallen und relativ wenig Passagiere zu erwarten sind.

„Das Ergebniss des Experiments wird dem St. Petersburg Transport Komitee berichte“ erklärt der Pressedienst der Metro.

 

Der Chef der Metro erklärt auf Nachfrage dass auf Flughäfen pro Stunde ca. 200 Passagiere pro Kontrollpunkt kontrolliert werden könnte. „Bei uns kommen wir pro Kontrolleur auf ca. 70% oder 140 Kontrollen und daher kann der Zugang zur Station bei hohem Andrang geregelt werden“

Zur Zeit werden maximal 15% der Passagiere in den am stärksten frequentierten Stationen (Prospekt Prosweschchenija, Pionierskaja, Petrogradskaja, Ladoschskaja) kontrolliert. Sollten wir z.B. die komplett Kontrolle durchführen würde das die Transportsituation erheblich verschärfen.

Zur Zeit gilt die Regel, das die Aufsichtsbehörde für jeden Passagier der den Metaldedektor durch geht und bei dem es dann piepst bis zu 50000 Rubel Strafe zahlen muss sollte er dann nicht weitergehend kontrolliert werden. Da im Alltag der Metaldetektor bei fast allen Passagieren anschlägt befindet sich die Metro also im Zugzwang. ggf. muss sie mehr Mitarbeiter einstellen und das Metrofahren für uns Alle etwas unberechenbarer machen.

Das zugrundeliegende Dekret Nr 410 wurde im April beschlossen jedoch erst aktuell reagierte die Metro auf die verschärften Anforderungen. Die Kontrollbehörde Rostransnadsor führt zur Zeit eine Überprüfung durch. Die Metro musste zugeben, das nicht jede Station aussreichend kontrolliert ist. Eine Einspruch der Metro gegen die Verschärfung wird gegen Ende des Monats am Leninskiy Gericht in St. Petersburg entschieden.

 

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