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Selbstmord eines Studenten mit Sprengsatz – eine neue Spur zum „Newski-Express“?

Von   /  15. Dezember 2009  /  Keine Kommentare

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TOPTICKER.- Der Tod eines Petersburger Studenten gibt Rätsel auf. Am 8. Dezember brachte sich der Architektur-Student Pawel Maszena mit einer selbstgebauten Bombe um. Als letzte Nachricht hatte er seiner Mutter per SMSdie GPS-Koordinaten des Ortes zugeschickt, wo die Explosion stattfand.


Nachdem die Eltern schliesslich die Bedeutung der Botschaft erkannt hatten und die Polizei an der Stelle eingetroffen war, fand man dort nur noch die Überreste Pawels und einen Abschiedsbrief. Darin hielt der junge Mann sein Testament und seine Wünsche für sein Begräbnis – ein Motiv für den Suizid war aus dem nüchtern abgefassten Brief nicht zu erkennen.

Leidenschaft: Sprengstoff und Manga-Comics

Im Zuge der Recherchen zu diesem ungewöhnlichen Todesfall, fand die Polizei heraus, dass Pawel ein Musterstudent war und sich in seiner Freizeit leidenschaftlich mit dem Bau von Sprengsätzen und fernsgesteuerten Fahrzeugen befasste. Ausserdem war er ein grosser Fan so genannter Manga-Comics.

In dieser japanischen Comics-Kultur, die mittlerweile auch in Europa und Amerika ein grosses Publikum hat, sind die Helden „Kind-Menschen“, die über besondere übermenschliche Kräfte und Fähigkeiten verfügen. Laut Fontanka.ru nehmen die Ermittler nehmen an, dass diese Comics in irgend eine Weise mit dem Selbsmord zu tun haben, da sonst kein Motiv erkennbar ist.

Rätselhafte Formel: „27+11=8“

Nachdem sie bei der Durchsuchung von Pawels Computer auf die rätselhafte Formel „27+11=8“ gestossen sind, halten sie auch einen Zusammenhang zwischen dem Todesfall und dem Bombenattentat auf den „Newski-Express“ für möglich. Am 27. November geschah das Unglück und elf Tage später, am 8. Dezember, machte der Student seinem Leben mit einer Bombe ein Ende.

Der Inhalt von Manga-Comics-Geschichten ist sehr vielfältig nicht unbedingt gewaltorientiert. Die Polizei stutzte jedoch wegen der gefundenen Zahlenformel und wegen einer anderen Explosion, die kurz zuvor von zwei Manga-Anhängern in Moskau gezündet worden war. Am 27. Oktober, genau ein Monat vor der „Newski-Express“-Katastrophe, liessen eine Neunzehnjährige und ein Einundzwanzigjähriger auf der Toilette eines „Schokoladniza“-Restaurants eine selbstfabrizierte Höllenmaschine hochgehen.

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Newski-Express: Kaukasische Terroristen stecken angeblich hinter Anschlag

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  • Veröffentlicht: 8 Jahren vor auf 15. Dezember 2009
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  • Zuletzt geändert: Dezember 15, 2009 @ 9:43 am
  • Rubrik: Aktuell, Ticker

Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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