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Schwerpunkt Avantgarde-Architektur: Profilaktor „Textilarbeiter“

Von   /  30. August 2011  /  1 Kommentar

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eva.-Die Klinik für profilaktische Medizin für Textilarbeiter hat ihr ursprüngliches „architektonisches Gesicht“ fast völlig bewahrt. Neben dem guten Zustand des Gebäudes erfreut die dichte Grünzone um das Spital mitten in einem Industrieviertel (Fotogalerie).

Unter der Leitung von Lew Rudnew wurden gleichzeitig die Profilaktoren im Kirow- und im Newski-Rayon erbaut. Das grosse Gebäude am Elisarow-Prospekt ist weit auf dem Grundstück zurückgesetzt. Das asymmetrische und in die Breite gezogene Gebäude ist in rechteckige Element gegliedert die in Höhe und Tiefe gegeneinander versetzt sind.

Man kann sagen, dass es sich um ein System von Pavillons handelt, das zu einer Einheit verbunden wurde. Die Struktur ergab sich durch eine Vielzahl verschiedener differenzierter profilaktisch-medizinischer Behandlungen, die in dem Komplex durchgeführt wurden. Das Gebäude ist von der Rechtecksform geprägt. Die dominante Horizontale wird durch breite, manchmal liegende Fenster sowie prägnante horizontale Linien unterstrichen. Klare Konturen und helle Flächen geben den Eindruck von hygienischer Sauberkeit.

Die Klinik war seinerzeit für 3.500 Besuche pro Tag angelegt und galt bezüglich technischer Ausrüstung und Konzeption als eine der besten medizinischen Einrichtungen Europas. Heute befindet sich hier das Krankenhaus Nr. 23.

1928-30 L.V. Rudnew, I. I. Fomin, O. L. Ljalin
J. O. Svirski, E. A. Levinson
Prospekt Elisarova 32

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

1 Kommentar

  1. mm sagt:

    Bezüglich der Architektur – auch von innen ist das Krankenhaus 23 auf kurze Wege optimiert. Im Gegensatz zu den Kasernenartigen Gebäuden älterer Facon hat jede der Behandlungs – Abteilungen viele Fenster, oft sogar an 3 Seiten, die Krankenzimmer dagegen immer nur an einer. Soweit mann dass von einem Krankenhaussagen sagen kann hat es ein „angenehme lichte und leichte Stimmung“.

    Ich hatte 1998 das „Vergnügen“ in der Klinik mit einem Wadenbruch eingliefert zu werden. Natürlich hatte ich keine Ahnung von der Vorgeschichte des Hauses, fühlte mich aber gut behandelt. Der Arzt war fantastisch, kein Wunder war er doch immer da, ich glaube er lebte auf der Station. Die ganzen 14 Tage war der Doktor immer irgendwo am Werke. Ok nicht alles war ideal, die Krankenschwestern nippten je nach Schicht mal zuviel am med. Alkohol und das Essen war nicht immer geniesbar.
    Aber auf den Arzt, Röntgenabteilung und Physiotherapie kann mann sich verlassen. Kein Wunder – ich lag am Donnerstag in einer fast leeren Station die sich am Freitag Abend und in der folgenden Nacht mit komplizierten Knochenbrüchen aller Art bis zum Bersten füllte. Der Arzt hatte dank der lokalen Trinkgewohnheiten ein volles Haus. Ähnliches kennt mann nur im Winter aus Skigebieten.
    Kein Wunder das er die Routine eines Profis an den Tag legte. Mich hat er jedenfalls wieder hervoragend hinbekommen. Grüsse und mein Respekt für die gute Arbeit unter schweren Bedingungen, und der damals noch vollkommen lächerlichen Bezahlung!

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