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Schweizer Plakatkunst in der Peter- und Paulsfestung

Von   /  7. Juli 2014  /  Keine Kommentare

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Von Eugen von Arb

Mit der Ausstellung „Weltformat – Schweizer Plakate aus Luzern in St. Petersburg“ zeigt das historische Museum der Peter- und Paulsfestung ein echtes Stück Schweiz (siehe Fotogalerie). Obschon seit langem totgesagt, lebt das Plakat dank der Bewegung „Weltformat“ und dem gleichnamigen Festival in Luzern weiter .

Das Plakat galt lange als das Meisterstück der Grafikkunst schlechthin. Wer in einem Plakat neben Werbung für ein Produkt oder einer politischen Botschaft noch eine individuelle künstlerische Handschrift integrieren konnte, wurde oft berühmt. Seit dem Ende des letzten Jahrhunderts wurde das Plakat jedoch durch die Digitaltechnik und neue Werbeträger aus seiner Rolle als wichtiger Informationsträger hinausgedrängt.

Das Plakat vor dem Aussterben bewahren

In vielen Ländern haben digitale Panels mit Video-Anzeigen und der Geldmangel für die Herstellung und Verteilung von Plakaten zum Verschwinden des klassischen Plakats gesorgt. Um das Plakat vor dem Aussterben zu bewahren, haben darum verschiedene Vertreter aus der Grafikbranche mit Unterstützung von zentralschweizer Kantonen und Kulturstiftungen den Verein „Weltformat“ gegründet.

Der Name des Vereins kommt einerseits natürlich vom Standard-Format für Plakate, andererseits heisst so das jährlich stattfindende Plakat-Festival in Luzern. Seit vergangenem Jahr ist die Ausstellung auf Tour in Russland – Moskau, Perm, Jekaterinburg, St. Petersburg, Krasnojarsk und Wladiwostok stehen auf dem Programm. Gleichzeitig können die GestalterInnen aus der Schweiz ihr Wissen und Können mit ihren russischen KollegInnen austauschen. Das Russland-Projekt kam in Zusammenarbeit mit der Design-Schule (NIU) an der Hochschule für Wirtschaft in Moskau zustande.

 

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Klassische und individuelle Plakate

Gezeigt werden 66 Plakate von 18 Autoren und Grafik-Ateliers, darunter Niklaus Troxler, Märt Infanger und Melchior Imboden. Unter den Plakaten, die auf unkonventionelle Weise „gestaffelt“ wurden, sind klassische Themen in klassischer Aufmachung zu finden – Parfüm, Theater oder Jazz-Konzerte. Gleichzeitig mit seiner „Entmachtung“ hat sich das Plakat aber auch etwas aus seiner Zwangssituation zwischen Kunst und Kommerz befreit und ist sehr viel eigenwilliger und eigenwilliger geworden.

Folgende GestalterInnen und Grafikateliers zeigen ihre Plakate an der Ausstellung: Niklaus Troxler, Hi (Megi Zumstein & Claudio Barandun), C2F (Fabienne Burri, Cybu Richli, Dani Klauser), Johnson/Kingston (Michael Kryenbühl & Ivan Weiss), Felix Pfäffli, Daniel Peter, Alice Kolb, Noël Leu, Peng Peng (Klaus Fromherz & Martin Geel), Dashenka Prochazka, Märt Infanger, Reto Leuthold, Luca Schenardi, Amadeus Waltenspühl, Erich Brechbühl, Mathis Pfäffli, Matthias Hofmann, Melchior Imboden.

Bis am 20. Juli 2014, jeweils 10.00-18.00 (mittwochs geschlossen) im Ausstellungssaal „Joanowski Ravelin“ des historischen Museums in der Peter- und Paulsfestung (nach dem ersten Tor auf der Ostseite links).

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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