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Schweizer Formel 1-Rennstall-Besitzer Peter Sauber kommt nach Russland

Von   /  15. Juli 2013  /  Keine Kommentare

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TOPTICKER.- Peter Sauber, Gründer des einzigen Formel-1-Rennstalls der Schweiz, der sich gegenwärtig in Finanznöten befindet, will mit russischen Investoren zusammenarbeiten. Wie der „Tagesanzeiger“ meldet, soll Sauber unter anderem bei der Ausbildung russischer Motorrennsportler mithelfen.


Während der diesjährigen Saison geriet Sauber Motorsport wegen Schulden in der Höhe von einer Million Euro in finanzielle Schwierigkeiten und konnte seine Lieferanten nicht mehr bezahlen. Zusammen mit seiner Teamchefin Monisha Kaltenborn reiste Peter Sauber zweimal zu Verhandlungen nach Moskau, die nun offenbar gefruchtet haben.

Heute wurde offiziell bekannt gegeben, dass drei russische Sponsoren bei Sauber einsteigen werden: der Investment Corporation International Fund, der staatliche Entwicklungsfond für Nordwestrussland sowie das internationale Institut für Aviatik. Ausserdem wird der russische Nachwuchsfahrer Sergei Sirotkin in der Saison 2014 von Sauber als Fahrer übernommen.

Russen sind an Know-How und Nachwuchsförderung interessiert

Wie Monisha Kaltenborn, CEO bei Sauber meinte, gestalte sich die Zusammenarbeit mit den neuen russischen Partnern komplex. Konkret ist die russische Seite offenbar an technischem Know-How im Motorrennsport interessiert. Ausserdem wird Sauber auch in die Vorbereitungen des ersten Grand-Prix in Sotschi 2014 und die Förderung russischer F1-Nachwuchstalente einbezogen.

Peter Sauber, Rennfahrer, Rennwagenbauer und Förderer vieler Nachwuchstalente, wie Michael Schumacher, Heinz-Harald Frentzen oder Kimi Räikkönen, arbeitete jahrzehntelang erfolgreich mit verschiedenen Motorenherstellern und Sponsoren im Formel-1-Geschäft zusammen.

Grösste Erfolge 1989/90

Seine grössten Erfolge feierte das Sauber-Team 1989/90 als mit dem Franzosen Jean-Louis Schlesser den Fahrer- und den Konstrukteurs WM-Titel gewann. Ausserdem siegte Saubers C9 mit Mercedes-Motor an den 24 Stunden von Le Mans. In den folgenden Jahren kooperierte Sauber mit wechselndem Erfolg mit den Motorenbauern Ford, Ferrari und BMW.

2005 verkaufte er seinen Rennstall an BMW, erstand ihn jedoch vier Jahre später wieder zurück. In den vergangenen Jahren hielt sich der Erfolg von Sauber in Grenzen, und der Rennstall lag der Saisonmitte auf Platz acht der Konstrukteurswertung. (eva)

Bild: Wikimedia Commons

www.tagesanzeiger.ch

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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