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Schweizer Alpenwelt schmückt Petersburger Klinik

Von   /  13. Januar 2020  /  Keine Kommentare

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Die neurologische Abteilung der Klinik Nr. 26 in St. Petersburg ist seit vergangenem Dezember mit Motiven aus der heilen schweizer Alpenwelt ausgeschmückt. Das Werk der Petersburger Künstlerin Lidija Kolpakowa wurde mit einer theatralisierten Vorlesung von Juliana Kaminskaja und mit Gedichten von Franz Hohler feierlich eröffnet.

Von Juliana Kaminskaja

Das einzigartige künstlerische Wandbild „Alpine Schweiz“ im St. Petersburger Großkrankenhaus Nr. 26 wurde zu einem wichtigen Teil der therapeutischen Räumlichkeiten, in denen Patienten der dortigen neurologischen Abteilung ihre seelische und körperliche Gesundheit wiederherstellen. Das Wandbild zeigt künstlerische Eindrücke aus der Schweiz, die die junge Petersburger Künstlerin Lidija Kolpakowa auf den Wänden aufbringt, welche die Krankenzimmer umgeben, in denen Patienten nach erlittenen Verletzungen oder Krankheiten ihre Beweglichkeit wiedererlangen.

Neben seinen malerischen Elementen besteht das Wandbild aus Objekten künstlerischer Keramik: Keramikschalen mit lebenden langjährigen Pflanzen sowie Keramikfiguren von in die Berge ziehenden Schweizer Almhirten und Wanderern. Diese Figuren wurden von den Patienten und dem ärztlichen Personal der Abteilung unter Anleitung eines qualifizierten Töpfers angefertigt. Für eingeschränkt bewegliche Patienten, von denen die meisten in wirtschaftlich schwierigen Verhältnissen leben, bedeutet eine künstlerisch ausgestaltete Umgebung mit natürlichem Grün einen wesentlichen Anschub für den Gesundungsprozess. Auch erleichtert sie wesentlich einen langen Krankenhausaufenthalt und hilft bei den harten Anstrengungen, die das Bemühen, wieder Gehen zu lernen, mit sich bringen.

Keramik-Kurs

Die Möglichkeit, an Keramik-Kursstunden teilzunehmen und selbstständig Figuren der in die Berge ziehenden Schweizer anzufertigen, erlaubt den Patienten nicht nur, in der Rehabilitation der motorischen Fähigkeiten ihrer Hände Fortschritte zu machen, sondern auch sich mit dem Bild eines aufwärts steigenden Menschen zu identifizieren, was dazu beiträgt, in sich selbst Reserven für eine erfolgreiche Wiederherstellung der Gehfähigkeit zu mobilisieren.

Eine Gelegenheit, auf die Umgebung einzuwirken, in dem man an deren Ausgestaltung teilnimmt, ist außerordentlich wichtig für Menschen, die vorübergehend die Fähigkeit verloren haben, sich fortzubewegen und sich selbstständig zu versorgen. Der künstlerische Kontakt mit den schweizerischen Berglandschaften und dem Grün lebender Pflanzen wird ein wichtiger Schritt auf dem Weg der Patienten zur Wiederherstellung ihrer kreativen Kontakte mit der Umwelt und damit zu einem Unterpfand für ein besseres Wohlbefinden, das ja für eine erfolgreiche Rehabilitation unabdingbar ist.

Theatralisierte Vorlesung

Die Rezeption des Wandbilds wurde für die Patienten und das Personal des Klinikums durch eine theatralisierte Vorlesung unter dem Thema „Die Schweiz: Medizinische Tradition und Gegenwart“ unterstützt, die von der Philologin Juliana Kaminskaja (SPBGU), einer Spezialistin für Schweizer Geschichte, gemeinsam mit den jungen St. Petersburger Schauspielern Nikita Brussow und Daniil Iwanow vorbereitet und präsentiert wurde. Im Rahmen der populärwissenschaftlichen Vorlesung wurden Gedichte und Miniaturen des Schweizer Autors Franz Hohler vorgetragen. An der Eröffnungsfeier nahm Oxana Grukolenko, Stellvertreterin des schweizer Generalkonsuls in St. Petersburg teil.

Bilder: Anna Jegorowa

Adresse: Klinik Nr. 26, ul. Kostjuschko 2, St. Petersburg.
www.hospital26.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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