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Schwärmerische Leidenschaft und pedantische Genauigkeit – Aiwasowski-Jubiläumsausstellung

Von   /  12. Februar 2017  /  Keine Kommentare

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eva.- Das Russische Museum Museum hat einem seiner Lieblinge eine grandiose Jubiläumsausstellung zum 200. Geburtstag gewidmet – dem Marinemaler Iwan Aiwasowski (1817-1900). Neben dem grossen museumseigenen Bestand wurden viele Bilder aus den Petersburger Zarenresidenzen herangezogen.

Wenn das Kultbild Aiwasowskis „Neunte Welle“ für eine Ausstellung ins Ausland geht, ist das ebenso eine Pressemeldung wert wie wenn Malewitschs Schwarzes Quadrat wieder einmal auf Reisen geht. All jene Petersburger, die dann schimpfen, man kriege ja die eigenen Bilder nie zu sehen, werden nun mit einer gewaltig bestückten Bilderschau Aiwasowskis entschädigt.

Über 50 Bilder hat das Museum in den eigenen Beständen – doch bestaunt können diesmal deren 200! Kein Wunder, dass in diesen Tagen Touristen und Stammbesucher – oder auch jene, die selten ins Museum gehen, vor dem Korpus Benois Schlange stehen.

Ergänzt durch Leihgaben, Fotografien und Dokumente

Anlässlich des Jubiläums hat man zusätzliche Bilder aus den Petersburger Zarenresidenzen Peterhof und Zarskoje Selo sowie aus dem Kriegsmarinemuseum und dem Kadettenkorpus der Marine ausgeliehen. Ergänzt werden die Bilder durch einen reichen Bestand aus Dokumenten und Fotografien zu Aiwasowskis Leben und Schaffen.

Es ist tatsächlich eine fantastische maritime Welt, in die man beim Betreten der Ausstellung gerät: Segelschiffe, Meereslandschaften, Wetterstimmungen, eine packender und faszinierender als die andere. Dabei hatte Aiwasowski, der in der Hafenstadt Feodossja auf der Krim geboren wurde, immer zwei Seelen in der Brust.

Einerseits der schöngeistige Künstler, der auf persönliche Erlaubnis von Zar Nikolai I. die Petersburger Kunstakademie durchlief. Andererseits der Maler des Marinestabes, der ab 1844 eine Uniform der Kriegsmarine trug. Daher sind in den Bildern oft schwärmerische Leidenschaft und auch Fantasie sowie pedantische Genauigkeit des Historienmalers gepaart.

Bilder: Staatliches Russisches Museum St. Petersburg

Bis 20. März. Russisches Museum. Korpus Benois. Gribojedow-Kanal 2. Eintritt 300 Rubel. www.rusmuseum.ru

 

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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