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Schulschiff „Sedow“ nach Weltumseglung nach Petersburg zurückgekehrt

Von   /  21. Juli 2013  /  2 Kommentare

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TOPTICKER.- Am 20. Juli ist das russische Segelschulschiff „Sedow“ nach einer einjährigen Weltreise wieder in St. Petersburg eingelaufen. Schiff und Mannschaft wurden von einer hochrangigen Delegation, Majoretten sowie von hunderten von Angehörigen und Neugierigen begrüsst (siehe Fotogalerie).


Die Weltumrundung, die ein Jahr und zwei Monate dauerte, war die erste in der 92-jährigen Geschichte des weltweit grössten Seglers. Der Viermaster legte mehr als 47.000 Seemeilen zurück und legte in 32 Häfen in 24 Ländern an.

Während der Fahrt nahm das Segelschiff an zahlreichen Veranstaltungen teil und transportierte unter anderem im Januar 2013 die Flamme für die Universiade 2013 in Kasan von Brest nach Wladiwostok. Für ihr Unternehmen wurde dem Schiff eine Auszeichnung von Ministerpräsident Dmitri Medwedew überreicht.

Mehr als 300 Seeleute und eine Rockgruppe an Bord

An Bord des Ausbildungsschiffs der russischen Fischereiflotte mit Heimathafen Murmansk befanden sich rund 330 Seeleute und Kadetten sowie 30 Jugendliche unter dem Komando von Kapitän Nikolai Sortschenko. Mit dabei war auch die Rockgruppe „Mumintroll“, die zum Abschied im Petersburger Hafen ein Konzert gab.

Während des ganzen Wochenendes stand die „Sedow“ für Besichtigungen offen. In einer Fotoausstellung vor dem Schiff wurden die Besatzung und die Höhepunkte der langen Fahrt vorgestellt. Während sich das Publikum an Bord drängte, verabschiedeten sich die Seeleute von ihrem Schiff für einen Landurlaub. (eva)

Dossier: Die Sedov, ex Kommodore Johnsen (1936) ex Magdalene Vinnen II (1921), ist eine aus Stahl gebaute Viermastbark (Segelschiff) mit Hilfsmaschine (sog. Auxiliar-Segler), das von Russland als Segelschulschiff genutzt wird. Sie wurde nach dem russischen Marineoffizier und Polarforscher Georgi Jakowlewitsch Sedow benannt. Die Sedov ist das größte noch segelnde traditionelle Segelschiff der Welt und das zweitgrößte überhaupt, übertroffen nur vom Neubau Royal Clipper.

Das Schiff lief am 23. März 1921 als Magdalene Vinnen II auf der Kieler Germaniawerft vom Stapel. 1936 wurde sie vom Norddeutschen Lloyd erworben, der auf der Suche nach einem großen Segelschiff war, um es als frachttragendes Segelschulschiff zu betreiben. Es wurde nach dem Lloyd-Kapitän und Kommodore Nikolaus Johnsen (1869–1930) umbenannt und hieß fortan Kommodore Johnsen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg gelangte das Schiff im Mai 1945 in britischen Besitz und am 20. Dezember 1945 als Reparationszahlung in die Sowjetunion, die es nach Odessa verlegte. Im Januar 1946 erhielt das Schiff seinen heutigen Namen, der mit den beiden vorigen Namen nebst Jahreszahl in ein Messingzierband des Ruderrades eingraviert ist. Als Segelschulschiff im Besitz des sowjetischen Fischereiministeriums trat die Sedov 1951 ihre erste Reise an. (Wikipedia)

Bilder: Eugen von Arb/ SPB-Herold

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

2 Kommentare

  1. eva sagt:

    Danke – die Bilder sind von gestern Sonntag. Der Heimathafen der Sedow ist tatsächlich Murmansk, obschon sie sehr oft in Petersburg ankert und für die meisten gefühlsmässig zum Inventar der Stadt gehört. Was meinen Sie mit dem Winterwetter – wo haben Sie denn zum Fenster hinausgesehen – in Russland oder in Deutschland? Sind Sie Segler?

  2. Peter sagt:

    Schöne Bilder von Gestern?
    Wenn ich Heute aus dem Fenster Schau glaube ich der Winter hat schon angefangen.
    Frage – was ist den der Heimathafen der Sedow? Ich habe ein Foto mit dem Wappen von Murmansk gesehen?

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