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Schnellstrasse M-11 Petersburg-Moskau fertig gebaut

Von   /  19. November 2019  /  Keine Kommentare

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eva.- Die Mautstrasse zwischen den beiden russischen Hauptstädten wurde nach einem Jahrzehnt fertiggebaut. In Zukunft soll die Reise per Auto in etwas mehr als fünf Stunden und zum Preis eines Bahntickets zu bewältigen sein.

Die Reise zwischen den beiden grössten russischen Metropolen im PKW galt seit jeher als kleine Tortur. Die zweispurige M-10 war auf den meisten Abschnitten nicht mehr als eine schlechtere Bundesstrasse, die konstant überlastet war. Da Personen- und Lastverkehr sich die Trasse teilten, war das Überholen zwar nötig, aber an den meisten Stellen riskant bis lebensgefährlich. Der kleinste Zwischenfall sorgte für riesige Staus, und bei starken Schneefällen war Petersburg leicht einmal für ein paar Tage von der Versorgung durch Mütterchen Moskau abgeschnitten.

Eröffnung voraussichtlich Ende November

2010 wurde mit den Vorbereitungsarbeiten für die Autobahn M-11 begonnen, die praktisch parallel zu ihrer Vorgängerin führt und schon 2018 zur Fussball-WM hätte eröffnet werden sollen. Doch trotz höchster Priorität lief das Bauprojekt mit Verspätung und wurde erst diesen Herbst bei der russischen Kontrollbehörde Rostechnadsor zur Abnahme angemeldet, wie Newsru.com schreibt. Nachdem im Lauf der Zeit einzelne Abschnitte für den Verkehr freigegeben worden waren, sollen laut der staatlichen Autobahnbetreiberfirma „Avtodor“ bis Ende November auch die übrigen Teile befahrbar sein.

Die M-11 hat eine Gesamtlänge von 669 Kilometern, von denen 608 Kilometer kostenpflichtig sind. Bei der Einhaltung der Maximalgeschwindigkeit von 130 Stundenkilometern und normalem Verkehr soll eine Strecke in fünfeinhalb Stunden zurückzulegen sein – das ist gegenüber den acht bis zehn Stunden von früher ein echter Fortschritt. Allerdings hat dieser Zeitgewinn auch seinen Preis – nämlich rund 2000 Rubel Mautgebühr (rund 33 Euro). Für russische Verhältnisse ist das ein ziemlich happiger Preis, kriegt man doch für dasselbe Geld ein Bahnticket.

Bild: Wikimedia Commons/Abrudenko

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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