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Schmelzwasser macht Deponie “Krasny Bor” zur giftigen Zeitbombe

Von   /  3. Februar 2016  /  Keine Kommentare

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eva.- Mit dem Schmelzwasser, das durch die milden Wintertemperaturen entstanden ist, könnten Giftstoffe aus der Deponie „Krasny Bor“ bei Petersburg in die Newa gelangen. Laut der Internetzeitung Fontanka.ru wurde ein Bereich der Deponie, auf dem rund zwei Millionen Tonnen hochgiftiger Stoffe gelagert sind, praktisch vollständig mit Wasser aufgefüllt.

Sollte die „Giftsuppe“ überlaufen, könnte das Gift über das Flüsschen Bolschoi Ischorez in die Newa gelangen, aus der Petersburg einen Grossteil seines Trinkwassers bezieht. Nach der Veröffentlichung hat die Petersburger Staatsanwaltschaft eine dringende Untersuchung angeordnet. Beim städtischen Komitee für Naturressourcen reagierte man gelassener auf die Meldung. Die Deponie werde bei jedem Tauwetter überschwemmt, und es sei verfrüht, von einer ökologischen Katastrophe zu sprechen.

Die Deponie befindet sich rund 30 Kilometer von St. Petersburg und 5 Kilometer von Kolpino und ist die grösste Deponie für Sondermüll Nordwestrusslands. Sie hat bereits die Grenzen ihres 73 Hektare grossen Territoriums erreicht und verpestet im Sommer die Luft in der ganzen Umgebung. Bei ihrer Anlegung wurde angenommen, dass die Tonschicht darunter das Grundwasser vor einer Vergiftung schützen würde, doch stellte sich das mittlerweile als Fehleinschätzung heraus. Während einer Untersuchung wurden 2007 gravierende Mängel festgestellt, 2008 geriet die Deponie auf einer Fläche von rund 200 Quadratmetern in Brand.

Bild: Die Deponie während des Brands von 2008 (Wikimedia Commons/Slidersoul)

www.fontanka.ru

www.wikipedia.org

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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