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Sapsan beschert Millionenumsatz – ICE-Produktion künftig in Russland möglich

Von   /  19. November 2010  /  Keine Kommentare

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TOPTICKER.- Die Russischen Eisenbahnen (RZD) scheinen eine Goldgrube gefunden zu haben. Der Kassenerlös aus dem ICE-Verkehr Moskau-Sankt Petersburg und Moskau-Nischni Nowgorod hat in knapp einem Jahr umgerechnet fast 108,5 Millionen Euro erreicht. Das teilte der RZD-Präsident Wladimir Jakunin am Freitag in einer Konferenzschaltung mit.


Die in Deutschland gebauten Sapsan-Züge (der russische Name des ICE bezeichnet einen Wanderfalken –  der schnellste Vogel der Welt erreicht im Sturzflug bis zu 320 Kilometer pro Stunde) pendeln seit dem 17. Dezember 2009 zwischen Moskau und Sankt Petersburg. Seit dem 30. Juli verkehren auch Hochgeschwindigkeitszüge, die die 440 Kilometer zwischen Moskau und Nischni Nowgorod in 3:55 Stunden zurücklegen. Der „Sapsan“ sei die schnellste und komfortabelste Zugkategorie in Russland. Jakunin zufolge haben die „Wanderfalken“ bisher insgesamt 1,5 Millionen Fahrgäste befördert.

Am Donnerstag äußerte der russische Ministerpräsident Wladimir Putin beim Besuch des Lokomotivwerkes Werchnaja Pyschma am Ural, der aus der Produktion der Siemens AG stammende erste ICE-Zug in Russland werde möglicherweise künftig nicht mehr in Deutschland, sondern in Russland gebaut werden.

ICE-Produktion von Krefeld nach Russland?

Der Sapsan, der aus der Produktion der Siemens AG stammende erste ICE-Zug in Russland, wird möglicherweise künftig nicht mehr in Deutschland, sondern in Russland gebaut werden. Diese Meinung äußerte der russische Ministerpräsident Wladimir Putin beim Besuch des Lokomotivwerkes Werchnaja Pyschma am Ural.

„Die Verfügbarkeit guter Zulieferer erlaubt es, nicht nur die Produktion der Lastotschkas (die erst aufgenommen werden soll), sondern auch der Züge der neuen Generation wie des Sapsan hier zu lokalisieren“, sagte Putin.„Die Aussichten darauf sind gut“, sagte er. Auch der Vizepräsident der russischen Staatsbahn RZD, Valentin Gapanowitsch, schloss nicht aus, dass die Sapsans künftig in Russland gefertigt werden. Gegenwärtig sei aber die Infrastruktur hierzulande noch nicht fit genug.

„Lastochka“-Zug für Olympiade in Sotschi

Gegenwärtig werden die Sapsans (Wanderfalke) in Krefeld gebaut. In Russland pendeln die Hochgeschwindigkeitszüge zwischen Moskau und St. Petersburg sowie Moskau und Nischni Nowgorod. Beim Lastotschka (Schwalbe) handelt es sich um einen weiteren Schnellzug, den die Siemens AG für Russland entwickelt hat. Die Lastotschkas sollen während der Olympischen und der Paralympischen Winterspiele 2014 in Sotschi aber auch auf anderen Strecken in Zentral- und Südrussland mit 160 km/h verkehren. Anders als die Sapsan, die gegenwärtig komplett in Deutschland gebaut werden, sollen die Lastotschkas von Anfang an teilweise in Russland gefertigt werden. (rian)

Bild: Eugen von Arb/SPB-Herold

www.rian.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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