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Sankt-Petersburg schmilzt den Schnee mit Abwasser

Von   /  10. Dezember 2012  /  1 Kommentar

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mm – In Sankt-Petersburg hat der Winter mit all seiner Pracht und massiven Schneefall Einzug gehalten.  Nach einem kurzen Chaos haben sich die Bürger, Autofahrer  und die Behörden auf die weisse Pracht eingestellt.
Als Fussgänger bemerkt man sogleich, das in diesem Jahr mehr und intensiver geräumt wird.  Die Verwaltung und der Gouverneur scheinen aus den Skandalen der Vorjahre  gelernt zu haben und sich in diesem Jahr besser Vorbereitet.

Bis zum Oktober wurden von den Wasserwerken („Vodokanal“  /  ВОДАКАНАЛ) in der ganzen Stadt  sieben Schnee-Entsorgungsstationen errichtet. Diese Stationäre-Schneeverflüssigungspunkte (SSP) haben eine Kapazität von jeweils 7000 Kubikmeter.  Das Verfahren den versalzten und dreckigen Schnee in die Kanäle und die Neva abzukippen ist zwar schon länger untersagt, wurde jedoch bei extremen Wettersituationen oft genug ignoriert. Mit den neuen Anlagen besteht genügend Kapatität um auch in strengen Wintern den geräumten Schnee loszuwerden.

Um grosse Massen von gefrohrenem Wasser aufzutauen sind enorme Energiemengen notwendig. Vodokanal hat dafür jedoch eine so einfache wie geniale Lösung gefunden. Die Wärme wird kurzerhand dem 16-18 Grad warmen Abwasser der Stadt entzogen.  Die Abwasser-Leitungen werden durch Wärmetauscher in dem  „SSP“ geführt und schmelzen damit die gewaltigen Schneemengen ein. Das Schneewasser wird dann zusammen mit dem Abwasser in der Kläranlage von den unerwünschten Beistoffen, Strassensalz, Müll, Oel und Schmutz gereinigt bevor es versickert oder in den finnischen Meerbusen geleitet wird.

An den 7 neuen Stationären-Schneeverflüssigungs Punkten (ССП) wurden bis zum 10 Dezember knapp 36000 Kubikmeter Schnee eingeschmolzen.

Text: Markus Müller

Photo: IP

 

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1 Kommentar

  1. regina sagt:

    interessant,doch bitte nur gedämpft optimistisch die verwaltung und den gouverneur loben.

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