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RusslandsBürokratie stoppt Lebenstraum: Pole muss Segeltörn abbrechen

Von   /  18. Juli 2008  /  Keine Kommentare

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rian.- Ein 78-jähriger Pole durchsegelte von der Nordsee bis zum Schwarzen Meer nahezu ganz Europa. Ausgerechnet in Russland wurde der Erfüllung seines Lebenstraumes ein jähes Ende gesetzt. Der Segler plante ursprünglich auf dem Wasserweg nach Sankt Petersburg zu fahren. Doch in Rostow am Don (Südrussland) wurde er das Opfer der russischen Behörden: Da er nicht über die notwendige Genehmigung verfügte, in russischen Gewässern segeln zu dürfen, wurde sein Boot beschlagnahmt.

Der Pole trat aus Verzweiflung in den Hungerstreik, denn die Ausstellung des notwendigen Dokumentes sollte zwei Monate in Anspruch nehmen – sein Visum läuft jedoch bereits am 16. August ab. Die Protestaktion musste er nach wenigen Tagen aus gesundheitlichen Gründen abbrechen. Nun gab der Pressesprecher der Rostower Assoziation für Segelsport, Leonid Dubrowin, gegenüber RIA Novosti bekannt, der Segler habe schweren Herzens beschlossen, den Segeltörn nicht fortzusetzen und in seine Heimat zurückzukehren.

„Ich gehe, doch ich fühle mich nicht als Verlierer, da ich sehr nette Menschen kennengelernt und eine interessante Zeit verbracht habe“, zitierte der Pressesprecher den Segelsportler. Ihm zufolge trat der Pole seine Europa-Reise vor einem Jahr an. „Auf dem Weg nach Russland fuhr er die gesamten Küsten Europas ab, er war in Irland, Großbritannien, Frankreich, Italien, Spanien, Griechenland und der Türkei“, sagte Dubrowin. Nach russischem Recht braucht jedes Schiff, das unter einer ausländischen Flagge läuft, eine von der Regierung ausgestellte Sondergenehmigung, um sich auf russischen Gewässern aufzuhalten.

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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