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Russland wird mit anonymen Bombendrohungen überhäuft

Von   /  14. September 2017  /  1 Kommentar

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eva.- Seit fünf Tagen werden Städte in ganz Russland mit anonymen Bombendrohungen überhäuft. Betroffen sind in erster Linie Einkaufszentren, Verwaltungsgebäude, Schulen und Universitäten. Die Anrufer benutzen für ihre Drohungen Internet-Telefonkanäle aus der Ukraine – wer wirklich dahinter steckt, konnten Polizei und Geheimdienste bisher nicht feststellen.

Schon vor einigen Jahren gab es gelegentlich solche Drohanrufe in Einkaufszentren, die dann geräumt, abgesperrt und auf Sprengkörper untersucht wurden. Doch die neue Welle stellt alle bisherigen Droh-Aktionen in den Schatten. In Moskau sollen laut Newsru.com insgesamt 50.000 Personen aus über 100 Gebäuden vorübergehend evakuiert worden sein. Des weiteren räumte die Polizei Gebäude in Saratow, Orel, Tscheljabinsk, Kursk, Tomsk, Chakasi und anderen russischen Städten.

St. Petersburg wurde am 14. September von der Droh-Welle erfasst. Dort mussten rund 9.000 Personen Einkaufszentren und Verwaltungen verlassen, bis der Bombenräumdienst alles durchsucht hatte. Betroffen waren unter anderem die Shopping-Malls „Galeria“ und „Newski Zentr“ beim Moskauer Bahnhof im Stadtzentrum.

Vorgänge bisher unkommentiert

Aber auch kleinere Einkaufszentren, wie das „Jelisarowski“ (Bild), „Strichkod“, „Franzuski Bulvar“, u.a. wurden von Telefondrohungen betroffen. Auch die Administrationen des Newsk- und Primorski-Bezirks wurden evakuiert. Wie Fontanka.ru schreibt, meldete sich am Telefon jeweils eine Männerstimme: „Hier spricht Major Orlow. Alles ist vermint.“ Daraufhin rief man die Polizei an.

Laut Newsru.com kommentierten bisher weder die russische Regierung noch Polizei oder Geheimdienste die Vorgänge, und die kremlnahen Fernsehsender schwiegen darüber. Bis jetzt existieren nur Mutmassungen darüber, wer den Bombendrohungs-Terror organisiert hat.

Neben der Ukraine, aus der die Telefonanrufe technisch gesehen erfolgen und die vom Kreml generell als Prügelknabe benutzt wird, gibt es noch zwei weitere Verdachtsmomente: Zum einen wird angenommen, der Islamische Staat könnte dahinterstecken, zum anderen könnten Mitglieder des „Christlichen Staates“, der gegen den zarenkritischen Film „Mathilda“ Sturm läuft, die Drohungen ausgestossen haben.

Bild: Eugen von Arb/ SPB-Herold

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

1 Kommentar

  1. Kruxdie sagt:

    Wie, die konnten die Ursache noch nicht feststellen? Ist doch ganz einfach mit der Schuldzuweisung, in den VSA hat Rußland die Wahlen beeinflußt, in Rußland haben die VSA die Bombendrohungen verschickt über amerikanische Hacker selbstverständlich… (schlechter Scherz, ich weiß, ist hoffentlich verständlich, daß ich darauf komme)

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