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Russland will visafreie Einreise für drei Tage erlauben

Von   /  6. Februar 2014  /  Keine Kommentare

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TOPTICKER.- Russland will die Einreise für ausländische Touristen erleichtern, schreibt die „Rossijskaja Gaseta“. Ausländische Touristen, die mit dem Zug nach Russland einreisen, sollen sich 72 Stunden visafrei im Land aufhalten dürfen. Ein entsprechender Gesetzentwurf wurde von mehreren Ministerien, der Migrationsbehörde FMS, dem Inlandsgeheimdienst FSB und der Tourismusbehörde Rosturism ausgearbeitet und wird bis zum 11. Februar öffentlich debattiert.

„Rosturism hat sich immer für eine Visa-Vereinfachung stark gemacht, weil das unmittelbar den Auslands- und Inlandstourismus fördert und der Wirtschaft zusätzlichen Profit bringt“, sagte  Rosturism-Sprecherin Irina Schtschegoljkowa. Nach der Einführung des visafreien Aufenthalts für 72 Stunden in St. Petersburg für ausländische Kreuzfahrt- und Fährtouristen ist die Zahl der Buchungen um das Mehrfache gestiegen.

Zudem wurde in der Staatsduma (Parlamentsunterhaus) in erster Lesung ein Gesetzentwurf erörtert, der ausländischen Reisenden an internationalen Flughäfen in Russland einen visafreien Aufenthalt für 72 Stunden ermöglichen soll. Die Initiative in Bezug auf Bahnreisende ist ein weiterer Schritt in diese Richtung. Die Liste der Länder, auf die sich diese Regelung ausdehnen soll, muss von der Regierung gebilligt werden.

Visafreiheit für alle mit Retourticket

„Für eine effektivere Entwicklung des Tourismus in Russland könnte ein visafreier Aufenthalt von 72 Stunden nicht nur ausländische Touristen, sondern alle Bürger betreffen, die ein Rückticket haben“, sagte Rosturism-Chef Alexander Radjkow.

Wegen der Olympischen Spiele in Sotschi wird ein Touristenansturm erwartet. Vom 25. Januar bis 25. Februar sind für die Beförderung der Gäste nach Sotschi elf zusätzliche Züge aus Moskau, Sankt Petersburg, Ufa, Samara, Tscheljabinsk im Einsatz. Zudem stehen zwei Reservezüge zur Verfügung.

Für Transitgäste in der russischen Hauptstadt gibt es spezielle Reiseführer auf Russisch und Englisch. Die Reiseführer werden von freiwilligen Helfern verteilt und sind in den Flughäfen, Bahnhöfen und im Historischen Museum am Roten Platz erhältlich.

Allegro-Verbindung seit 2010

Neben dem Fährverkehr hat in Petersburg die „Allegro“-Schnellzugverbindung mit Helsinki an Bedeutung gewonnen. Der Allegro ist ein Hochgeschwindigkeitszugverbindung zwischen Helsinki und Sankt Petersburg. Er wird von der russisch-finnischen Firma Karelian Trains betrieben, die ein Tochterunternehmen der Russischen Bahnen RŽD und der finnischen Staatsbahnen VR ist. Der Zug erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 220 km/h. Die Reisezeit zwischen den beiden Städten verkürzt sich damit von sechs auf dreieinhalb Stunden.

Seine Spurweite liegt mit 1522 mm zwischen den regulären Spurweiten in Russland (1524 mm) und Finnland (1520 mm). Am 12. Dezember 2010 startete der regelmäßige Verkehr zwischen Helsinki und St. Petersburg. Der Allegro ersetzte damit die bisherigen Züge Sibelius und Repin auf dieser Strecke. Seit Inbetriebnahme dieser Verbindung mit den Allegro-Zügen finden die Grenzkontrollen ausschließlich im Zug statt, was die Reisezeit erheblich verkürzt hat. (rian/wikipedia/eva)

Bild: Wikimedia Commons

www.rian.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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