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Russland schlägt Finnland Zusammenarbeit bei Schiffbau und Atomkraft vor

Von   /  23. März 2010  /  Keine Kommentare

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TOPTICKER.- Russlands Regierungschef Wladimir Putin hat Finnland den gemeinsamen Bau von eisgängigen Schiffen und sonstiger Technik für den Einsatz in der Arktis vorgeschlagen. „Wir sollten alle Vorteile der Kooperation im Schiffbau nutzen. Es geht um den gemeinsamen Bau von Schiffen und um Servicedienste“, sagte der Premier am Montag bei einem Treffen mit finnischen Geschäftsleuten in Strelna bei St. Petersburg.

„Aussichtsreich wäre hierbei der Bau eisgängiger Schiffe und sonstiger Spezialtechnik für die Erschließung arktischer Gebiete. Die Fertigprodukte könnten wir für die eigenen Belange nutzen, aber auch an dritte Länder liefern“, sagte Putin.

Interesse hat Russlands Premier auch am Bau von Atomkraftwerken in Finnland bekundet. „Wir sind bereit, uns an der Förderung der finnischen Atomindustrie zu beteiligen, sollte die Regierung Ihres Landes entsprechende Pläne konzipieren“, sagte Putin. Dabei rechne Russland mit einem gerechten und von Diskriminierung freien Herangehen bei der Ausschreibung des Baus von Reaktorblöcken.

Finnen stark im Bereich Strahlensicherheit

„Russland wäre auch bereit, finnische Unternehmen an Atomprojekten zu beteiligen. Das betrifft vor allem Bereiche, in denen die Finnen besonders stark sind, so in der Technologie der Strahlensicherheit“, sagte der russische Ministerpräsident weiter.

„Wir sind immer darum bemüht, einen großen Teil der Aufträge auf dem Markt des Landes zu unterbringen, in dem das Atomkraftwerk mit unserer Beteiligung gebaut wird. Das sind im Durchschnitt 30 Prozent des Gesamtvolumens.“ Putin schlug finnischen Konzernen ferner vor, die Kooperation mit Russland im Bereich moderner energiesparender Technologien zu erwägen. Das betreffe auch erneuerbare Energien, sagte er. (rian)

Bild: Der russische Eisbrecher „Jamal“ (Wikimedia Commons)

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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