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Russland plant massive Kürzung des Arktis-Programms

Von   /  15. Mai 2017  /  Keine Kommentare

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eva.- Das staatliche Budget für das Arktisprogramm in der Periode 2017-2025 soll auf einen Viertel der ursprünglich veranschlagten Summe von knapp 210 Milliarden auf knapp 51 Milliarden Rubel zusammengekürzt werden, schreibt Newsru.com. Zwar handelt es sich dabei bisher nur um einen Vorschlag des Ministeriums für Wirtschaftsentwicklung, doch sind die Kürzung angesichts Unwirtschaftlichkeit des Rohstoffabbaus in der Arktis und der Geldnot der russischen Regierung durchaus realistisch.

Ein grosser gestrichener Posten stellt der geplante Atom-Eisbrecher „Leader“ dar, der für 80 Milliarden Rubel in den Werften von Petersburg und Severodwinsk hätte gebaut werden sollen. Er hätte die Fahrrinne für Tanker durch die Arktisroute von Russland nach Asien sicherstellen sollen. Ausserdem sollen die Mittel für den weiteren Ausbau der Häfen Sabetta, Archangelsk und Dikson und die Bahnverbindung nach Archangelsk gekürzt werden. Auch beim Umweltschutz gibt es Abstriche, unter anderem soll die Technik zur Hebung von Atommüll nicht angeschafft werden.

Diese Kürzungen widersprechen dem Kurs, den Präsident Putin sowie Vertreter der russischen Energiekonzerne am kürzlich abgehaltenen Arktis-Forum in Archangelsk verkündeten. Angesichts des niedrigen Ölpreises, der eine Erdölgewinnung im Arktisschelf unwirtschaftlich macht, ist der Schritt hingegen logisch.

Bild: Wikimedia Commons/ ShipSpotting/ Tuomas Romu

www.newsru.com

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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