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Russischer Seemann auf U-Boot-Brücke vergessen – ertrunken

Von   /  11. August 2015  /  Keine Kommentare

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eva.- Ein Oberfähnrich der russischen Kriegsmarine wurde Ende Juli beim Auslaufen vom Stützpunkt bei Murmansk auf der Brücke vergessen und ertrank als das Unterseeboot „Brjansk“ tauchte. Der 45-jährige Vitali Schimanski war offenbar unerlaubt ins Brückenhaus gegangen, und sein Fehlen auf der Abteilung wurde beim Appell ignoriert, schreibt die „Nowaja Gazeta“.

Das Prozedere vor dem Tauchgang eines U-Boots ist streng reglementiert und schreibt eine Kontrolle vor, ob sich alle Besatzungsmitglieder auf ihrem Posten befinden. Die Abwesenheit Schimanskis wurde von seiner Abteilung korrekt gemeldet, doch soll der Kommandant jedoch nur gesagt haben „Lassen wir ihn – der schläft wohl irgendwo!“

Darauf tauchte die „Brjansk“ und Schimanski ertrank als sich 12 Meter darüber das Brückenhaus mit Wasser füllte. Laut Experten hätte er einige Minuten Zeit gehabt, sich daraus zu befreien und ins Wasser zu springen, doch hätte er in der Kälte wohl kaum lange überlebt. Warum er sein Mobiltelefon nicht benutzte, dass er bei sich trug, ist ungeklärt.

Wie die „Nowaja Gaseta“ weiter schreibt, kontrolliert der U-Boot-Kommandant normalerweise die Brücke vor dem Tauchgang, warum es in diesem Fall nicht geschehen ist, ist noch unbekannt. Die Witwe des toten Seemans, die ebenfalls bei der russischen Verteidigungsministerium angestellt ist, wurde nach eigenen Angaben verpflichtet, über das Unglück zu schweigen.

Bild: Wikimedia Commons

www.novayagazeta.ru

www.newsru.com

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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