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Russischer Schiffbauer OSK und Frankreichs Marinewerft DCNS gründen Konsortium

Von   /  2. November 2010  /  Keine Kommentare

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TOPTICKER.- Die russische Schiffbauholding OSK (United Ship Building Company/USBC) und die französische Marine-Werft DCNS (Direction des Constructions Navales, Systemes et Services) gründen ein Konsortium. Ein entsprechender Vertrag sei am Montag unterzeichnet worden, wie USBC-Präsident Roman Trozenko vor der Presse in St. Petersburg sagte. Das Konsortium werde Zivil- und Kriegsschiffe bauen. „Das langjährige Abkommen sieht auch einen Technologietransfer vor… Im Bereich des zivilen Schiffbaus wird sich das Konsortium auf Versorgungsschiffe für den Einsatz in der Arktis sowie auf Eisbrecher spezialisieren“, sagte Trozenko.

Nach Worten von DCNS-Chef Patrick Boissier wird das Konsortium an Ausschreibungen zum Bau von Zivil- und Kriegsschiffen beliebiger Typen teilnehmen. Konkrete Projekte nannte er aber nicht. Anfang Oktober hatte das Verteidigungsministerium Russlands den Bau multifunktionaler Hubschrauberträger international ausgeschrieben. Danach stellte der russische Rüstungshändler Rosoboronexport die Verhandlungen mit dem DCNS-Konzern, der unter anderem Hubschrauberträger der Mistral-Klasse baut, bis zur Bekanntgabe der Wettbewerbsergebnisse ein. DCNS und die Werften STX France in Saint Nazaire werden als Favoriten der Ausschreibung gehandelt.

Wo wird der „Mistral“ gebaut?

STX-Chef Jacques Hardelay wirbt weiterhin für sein Unternehmen. „Falls Frankreich und Russland einen Vertrag schließen, kann das erste Mistral-Schiff bereits Ende 2013 oder Anfang 2014 in Saint-Nazaire gebaut werden“, hatte er in der Vorwoche auf der Messe Euronaval 2010 in Le Bourget bei Paris gesagt. In russischen Werften könnten Mistral-Hubschrauberträger nach französischer Technologie ab 2016 gebaut werden, meinte er.

Ein Schiff der Mistral-Klasse ist bei einer Wasserverdrängung von 21 000 Tonnen 210 Meter lang und 30 Meter breit. Es entwickelt eine Geschwindigkeit von rund 18 Knoten. Der Aktionsradius beträgt bis zu 20 000 Meilen. Die Besatzung besteht aus 160 Mann. Ein Schiff kann vier Landungsboote, zwei Tragflächenboote und eine 450-köpfige Landetruppen-Einheit sowie sechs der 16 Hubschrauber der dazugehörigen Fliegergruppe gleichzeitig aufnehmen. Das Frachtdeck bietet mehr als 40 Panzern Platz. (rian)

Bild: Wikimedia

www.rian.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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